Microsoft beschreibt im offiziellen Archivbeitrag eine Erweiterung für das Windows Subsystem for Linux. In Windows Insider Build 16176 kann WSL auf serielle Geräte und COM-Ports zugreifen. Die Funktion war am 14. April 2017 als Bestandteil der damaligen Insider-Entwicklung dokumentiert.
WSL ordnet einen Windows-Port wie COM5 dem Linux-Gerät /dev/ttyS5 zu. Die Zuordnung erfolgt über die Portnummer und wird im System unter anderem mit mknod eingerichtet. Unterstützt werden serielle Einstellungen für Baudrate, Stoppbits, Wortlänge, Paritätsprüfung sowie Software- und Hardware-Flusskontrolle.
Serielle Werkzeuge für Raspberry Pi und Pixhawk
Microsoft testete den Zugriff mit einem Pixhawk-Lichtcontroller und einer seriellen Verbindung zu einem Raspberry Pi 2. Weitere Tests umfassten virtuelle COM-Ports von Hyper-V, FTDI- und Prolific-USB-Seriell-Wandler sowie physische Anschlüsse. Damit ließ sich die Linux-Umgebung unter Windows für Hardware-nahe Entwicklungs- und Diagnoseaufgaben einsetzen.
Die Erweiterung baut auf der zuvor beschriebenen Dateisystemschicht von WSL auf. Für technische Teams ist dabei entscheidend, dass vorhandene Linux-Werkzeuge auf Geräte zugreifen können, die am Windows-System angeschlossen sind.
Einschränkungen der ersten Implementierung
Nicht alle seriellen Programme funktionierten in dieser frühen Fassung. Werkzeuge wie screen und minicom verwendeten noch nicht unterstützte ältere ioctl-Aufrufe. Microsoft nannte cu als Alternative und bat Entwickler um Rückmeldungen zu weiteren seriellen Szenarien.

