Microsoft beschrieb am 12. April 2017 die erweiterten Linux-Werkzeuge im Windows 10 Creators Update. WSL unterstützte nun mehr Entwicklerprogramme und verbesserte die Zusammenarbeit zwischen Windows-Anwendungen und Linux-Kommandozeilenwerkzeugen. Die Umgebung blieb ausdrücklich eine Beta.
Neu eingerichtete Ubuntu-Umgebungen verwendeten Ubuntu 16.04. Bestehende Installationen mit Ubuntu 14.04 wurden nicht automatisch umgestellt. Microsoft nannte unter anderem Git, GDB, Node.js, Python, Java sowie C- und C++-Werkzeuge als unterstützte Entwicklungsprogramme.
WSL verbindet Windows-Editoren mit Linux-Werkzeugen
Windows-Programme ließen sich aus Bash starten, Linux-Befehle aus Windows heraus ausführen. Über inotify konnten Linux-Prozesse auch Dateiänderungen im Windows-Dateisystem erkennen. Damit konnten Windows-Editoren und lokale Linux-Werkzeuge auf denselben Projektdateien arbeiten.
Die offiziellen WSL-Versionshinweise bis zum Creators Update dokumentieren den damaligen Stand. Der Release-Bericht nennt außerdem Verbesserungen an Netzwerkfunktionen und der Windows-Konsole. Grafische Linux-Desktops gehörten dagegen nicht zum ausdrücklich unterstützten Schwerpunkt.
Bereits im März hatte ein Test von Build 15058 Linux-Werkzeuge und Grenzen für Hintergrunddienste beschrieben. Die April-Meldung behandelt nun Microsofts Funktionsumfang für die allgemeine Windows-Aktualisierung, nicht einen unabhängigen Kompatibilitätstest.
Archivhinweis: Die Angaben gelten für April 2017. Sie beschreiben weder den heutigen WSL-Funktionsumfang noch ein aktuelles Upgrade-Verfahren.

