GitHub hat am 14. März eine formale Spezifikation für GitHub Flavored Markdown samt Referenzimplementierung veröffentlicht. Sie baut auf CommonMark auf und ergänzt dessen Regeln um Tabellen, Durchstreichungen, automatische Links und Aufgabenlisten.
Syntaxbaum statt unmittelbarer HTML-Ausgabe
Die Umsetzung basiert auf einem erweiterten cmark-Parser. Anders als der zuvor verwendete Sundown erzeugt er zunächst einen abstrakten Syntaxbaum. Das vereinfacht nachgelagerte Bearbeitungsschritte. Einen allgemeinen Geschwindigkeitsgewinn behauptet GitHub nicht: In den genannten Tests verarbeitet cmark die meisten Dokumente 20 bis 30 Prozent langsamer als Sundown.
Repository-Dateien werden nicht umgeschrieben
GitHub fand bei weniger als einem Prozent des untersuchten Bestands abweichende Darstellungen. Gespeicherte Nutzerkommentare wurden deshalb bei Bedarf normalisiert und ihre HTML-Ausgabe verglichen. Markdown-Dateien in Git-Repositorys blieben unverändert. Ihre CommonMark-basierte Darstellung aktiviert GitHub mit der Ankündigung; neue Kommentare nutzten sie bereits seit Monaten.
Für Teams betrifft die Umstellung unter anderem Dokumentation und Aufgabenbeschreibungen. Bereits zuvor hatte GitHub die erkannte Lizenz direkt in die Repository-Übersicht aufgenommen. Die neue Spezifikation betrifft dagegen die Verarbeitung des geschriebenen Inhalts.

