Das Aufstecksystem Ambiotherm ergänzt VR-Brillen um Wind- und Temperatureffekte. Die Forschergruppe der National University of Singapore stellte das System 2017 für virtuelle Szenarien wie eine Wüstenlandschaft oder eine verschneite Bergregion vor.
Ein Modul sitzt an der Unterseite der Brille und führt über zwei schwenkbare Lüfter Luft in Richtung Gesicht. Ein weiteres Modul wird im Nacken getragen. Peltier-Elemente können dort Wärme oder Kälte erzeugen. Die frühere Fachpublikation zu AmbioTherm beschreibt außerdem eine Steuerung per Bluetooth.
Bei den Versuchen der Forscher erzeugten lokale Reize den Eindruck einer umfassenderen Wetterlage. Der Luftstrom konnte dabei unterschiedliche Windrichtungen andeuten, während die Temperaturreize die Umgebungssimulation ergänzten. Ein Demonstrationsvideo zeigt den Aufbau.
Für Spieleentwickler eröffnet der Ansatz eine zusätzliche Ebene bei Sport-, Reise- und Erkundungsszenarien. Ambiotherm war zunächst ein Forschungsprototyp. Die VR-Gestaltung mit Presence und sozialer Interaktion wurde zeitgleich auf der GDC 2017 diskutiert.

