Valve will das Community-Auswahlverfahren Steam Greenlight ersetzen. Das kündigte das Unternehmen am 10. Februar 2017 mit dem geplanten Veröffentlichungsweg Steam Direct an, der im Frühjahr 2017 starten sollte.
Valve begründete die Änderung mit der Entwicklung von Steam weg von einem stark kuratierten Store. Greenlight hatte die Einstiegshürde für viele Entwickler gesenkt und mehr als 100 Titel auf die Plattform gebracht, die jeweils mindestens eine Million US-Dollar Umsatz erzielt hatten. Das Verfahren blieb aus Sicht des Unternehmens dennoch ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer direkteren Veröffentlichung.
Steam Direct setzt auf formalisierte Anmeldung
Für Steam Direct plante Valve eine digitale Anmeldung mit persönlichen oder geschäftlichen Nachweisen sowie Steuerunterlagen. Entwickler sollten für jeden neuen Titel eine rückerstattbare Anmeldegebühr zahlen. Die Höhe war noch offen, Valve nannte als diskutierte Spanne 100 bis 5.000 US-Dollar. Die Änderungen betrafen damit nicht nur die Auswahl durch die Community, sondern auch die Werkzeuge und Abläufe rund um die Veröffentlichung auf Steam.
Greenlight sollte mit dem Start von Steam Direct auslaufen. Valve stellte den neuen Weg als offenere Verbindung zwischen Entwicklern, Publishern und den unterschiedlichen Zielgruppen des Stores vor. Der genaue Starttermin und die Gebühren sollten in weiteren Ankündigungen folgen.

