Diversion unterstützt Submodules für gemeinsam genutzten Code, Plug-ins und Asset-Bibliotheken. Ein weiteres Diversion-Repository wird dabei an einem bestimmten Ordnerpfad eingebunden und auf einen konkreten Commit festgelegt. Der Newsletter vom 3. September 2026 stellt die Funktion zusammen mit einem grafischen Dateiverlauf und nativen Ordnerdialogen vor.
Gemeinsame Bibliothek, getrennte Versionsstände
Die Einbindung hält fest, welche Revision ein Projekt verwendet. Dadurch können zwei Spiele dieselbe Bibliothek nutzen und trotzdem bei unterschiedlichen, jeweils getesteten Ständen bleiben. Ein Wechsel auf eine andere Revision wird ausdrücklich vorgenommen. Die Kommandozeile bietet dafür dv submodule add, rm, status, update und repin.
In der Anwendung erscheinen eingebundene Repositories mit ihrem Namen und dem festgelegten Commit im Dateibaum. Der übergeordnete Arbeitsbereich erkennt Abweichungen von dieser Vorgabe und erlaubt den Wechsel in den untergeordneten Arbeitsbereich. Für gemeinsam verwendete Engine-Erweiterungen oder Art-Bibliotheken trennt das die Weiterentwicklung einer Komponente von ihrer Übernahme in ein konkretes Projekt.
Dateiverlauf zeigt Abzweigungen und Zusammenführungen
Die Release Notes für den 30. August bis 5. September beschreiben einen neuen Graph-Modus im Dateiverlauf. Er stellt Revisionen über mehrere Branches dar. Der Newsletter erläutert die Darstellung mit einer Spur je Branch, Punkten für Revisionen und Verbindungslinien für Abzweigungen und Merges. So lässt sich die Herkunft einer Dateiversion nachvollziehen, ohne nur eine chronologische Liste zu betrachten.
Die Desktop-Anwendung nutzt außerdem die Ordnerauswahl des Betriebssystems beim Klonen, Anlegen und erneuten Verbinden von Arbeitsbereichen. Die Oberfläche ist nun auch auf Deutsch, Französisch und brasilianischem Portugiesisch verfügbar. Diversion erweitert damit sowohl die Verwaltung geteilter Projektbestandteile als auch die Bedienung seiner Anwendung.
Für Teams mit mehreren Projekten bleibt die Freigabe einer gemeinsamen Bibliotheksversion eine Produktionsentscheidung. Der festgehaltene Commit dokumentiert den gewählten Stand, ersetzt aber keinen Integrationstest. Der Perforce-Bericht zur Versionskontrolle und zu Echtzeit-Workflows beschreibt ebenfalls die Bedeutung solcher Werkzeuge für die Zusammenarbeit an Quellcode und Assets.

