Goodgame Studios kündigt rund 200 weitere Stellenstreichungen an

Goodgame Studios hat am 25. Januar 2017 den Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen in allen Unternehmensbereichen angekündigt. Der Hamburger Entwickler will zugleich die Geschäftsführung verkleinern und sich stärker auf seine erfolgreichsten laufenden Spiele konzentrieren. Genannt werden vor allem Goodgame Empire, Empire: Four Kingdoms und Big Farm.

Gründer übernehmen wieder das operative Geschäft

Kai und Christian Wawrzinek kehren als CEO beziehungsweise CSO an die Unternehmensspitze zurück. Der bisherige CEO Maximilian Schneider soll Ende Februar ausscheiden. Zur Begründung verweist Goodgame auf steigende Marketingbudgets im Wettbewerb um Free-to-Play-Spieler und darauf, dass neue Entwicklungen die erwarteten Erfolge nicht erreicht hätten.

Bereits im August 2016 hatte Goodgame einen Personalabbau im unteren dreistelligen Bereich angekündigt. Die damalige Unternehmensmitteilung zur Neuausrichtung sah zudem den Abschied von Casual- und PC-Client-Produktionen vor. Die neue Ankündigung setzt diese Konzentration fort, statt einen erstmaligen Strategiewechsel zu beschreiben.

HTML5-Investitionen und Sozialplan

Für seine HTML5-Strategie kündigt das Unternehmen Investitionen in Millionenhöhe an, ohne einen genauen Betrag zu nennen. Damit stehen Personalabbau und weitere technische Entwicklung nebeneinander: Die vorhandenen Spiele sollen weiter betrieben und ausgebaut werden.

Nach Angaben des Unternehmens wurde mit dem Goodgame Employee Committee ein Sozialplan erarbeitet. Betroffene sollen zwischen einer nach Betriebszugehörigkeit gestaffelten Abfindung und einer Aufstockung der Bezüge der Arbeitsagentur wählen können. Konkrete Abfindungssummen nennt die Mitteilung nicht.

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