Crytek hat am 20. Dezember 2016 eine Neuorganisation mit Schwerpunkt auf den Entwicklungsstudios Frankfurt und Kiew angekündigt. Das Unternehmen will dort weiter an eigenen Spielen und Entwicklungstechnologie arbeiten. Alle anderen Entwicklungsstudios sollen künftig nicht mehr zu Crytek gehören.
Ausscheiden aus dem Verbund ist nicht gleich Schließung
Die Mitteilung beschreibt keine pauschale Schließung aller betroffenen Standorte. Das Management habe Maßnahmen eingeleitet, um Arbeitsplätze zu sichern und einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Konkrete neue Eigentümer, Beschäftigtenzahlen oder verbindliche Übernahmezusagen nennt Crytek jedoch nicht.
Mitgründer und Geschäftsführer Avni Yerli begründet den Umbau mit dem Ziel, das Unternehmen wirtschaftlich dauerhaft tragfähig aufzustellen. Die Erklärung enthält keine detaillierten Finanzzahlen und keinen Zeitplan für die einzelnen Veränderungen.
CRYENGINE soll weiterentwickelt werden
Die CRYENGINE bleibt nach Unternehmensangaben ein zentraler Geschäftszweig. Sowohl große Lizenznehmer als auch unabhängige Entwickler sollen weiterhin regelmäßige Updates erhalten. Erst wenige Tage zuvor hatte Crytek mit CRYENGINE 5.3 unter anderem Schematyc als Beta und einen Wechsel zu CMake veröffentlicht. Die angekündigte Konzentration der Studios bedeutet somit nicht, dass Crytek die Engine-Entwicklung aufgibt.

