Unity hat am 29. November 2016 Unity 5.5 mit regulärem HoloLens-Support und erweiterten Effektwerkzeugen vorgestellt. Microsoft Holographic ist damit nicht mehr nur über eine Vorschau verfügbar. Die Holographic Emulation im Editor ermöglicht Prototyping und Fehlersuche, ohne für jeden Durchlauf einen neuen Build auf das Headset übertragen zu müssen.
Die im August gestartete Unity-5.5-Beta hatte bereits neue Partikelfunktionen erprobt. Das offizielle Feuerwerk-Demovideo aus der Betaphase zeigt die Verbindung von Partikeln und Lichtquellen.
Licht, Turbulenzen und Spuren für Partikeleffekte
Das Lights Module koppelt Echtzeitlichter an einen wählbaren Anteil der Partikel. Das Noise Module verändert deren Bewegung durch Turbulenzen; das Trails Module erzeugt Spuren. Benutzerdefinierte Daten können an Partikel-Shader übergeben werden. Für die Effektgestaltung erweitert das die vorhandenen Einstellmöglichkeiten, ersetzt aber keine Prüfung der Kosten auf der Zielhardware.
Mobile Grafik und genauere Profiler-Ansichten
GPU-Instancing steht nun auch unter Android mit OpenGL ES 3.0 oder neuer sowie unter iOS mit Metal bereit. Wiederholte Objekte können dadurch gemeinsam zur Darstellung eingereicht werden. Die CPU-Profiler-Ansicht erhält eine detailliertere Zeitleiste; die Physikbibliothek wird auf PhysX 3.3.3 aktualisiert. Die Versionshinweise zu Unity 5.5.0f3 vom 30. November führen Neuerungen und Korrekturen nach Bereichen auf.
Der C#-Compiler wird auf Mono 4.4 angehoben. Unity betont, dass dies nicht den Austausch der gesamten Mono-Laufzeit bedeutet. Visual Studio Code lässt sich unter Windows und macOS als externer Skripteditor auswählen; Debugging erfordert die passende Unity-Erweiterung.
Nicht jede enthaltene Funktion ist bereits fertig
Look Dev bleibt ein experimentelles Werkzeug zum Vergleichen von Assets unter unterschiedlicher HDR-Beleuchtung. Unity Collaborate startet als offene Beta für das Speichern und Synchronisieren gemeinsamer Projekte. Auch WebGL 2.0 ist zwar für neue Projekte voreingestellt, die Browserunterstützung wird zum Veröffentlichungszeitpunkt aber noch als experimentell beschrieben.

