PlayStation 4 Pro: Verkaufsstart mit 4K-Ausgabe und HDR

Sony hat am 10. November 2016 die PlayStation 4 Pro in den Handel gebracht. Zum Start nennt das Unternehmen mehr als 40 Spiele mit Pro-Unterstützung. Die leistungsfähigere Konsole bleibt Teil der PS4-Plattform: Spiele und Online-Community werden mit der bisherigen Hardware geteilt.

Laut Sonys technischen Angaben zur PS4 Pro verfügt die CUH-7000-Serie über eine AMD-Jaguar-CPU mit acht Kernen, eine GPU mit 4,20 Teraflops und 8 GByte GDDR5-Speicher. Die Festplatte fasst nominal 1 TByte, wobei ein Teil für das System reserviert ist. Der angekündigte europäische Preis liegt bei 399 Euro einschließlich Steuern.

4K-Ausgabe sagt noch nichts über die Renderauflösung

Sony beschreibt 4K-Bilder ausdrücklich als Ergebnis von Rendering oder Hochskalierung. Die Ausgabe auf einem 4K-Fernseher ist damit kein Nachweis, dass jedes Spiel intern vollständig in dieser Auflösung berechnet wird. Bei unterstützten Titeln können auch höhere oder stabilere Bildraten auf einem 1080p-Bildschirm zum Einsatz kommen. HDR ist keine exklusive Pro-Funktion: Sony kündigte die Unterstützung per Systemupdate für sämtliche PS4-Modelle an.

Zum Verkaufsstart bestätigt Sony 4K-Streaming in Netflix und YouTube. Das ist von der Wiedergabe optischer Filme zu unterscheiden. Bereits im September hatte das Unternehmen den Verzicht auf ein UHD-Blu-ray-Filmlaufwerk erläutert. Ein hochaufgelöstes Streamingangebot erweitert nicht automatisch die unterstützten Disc-Formate.

Studios müssen die konkrete Pro-Anpassung prüfen

Die gemeinsame Spieleplattform bedeutet nicht, dass jede Grafikoption auf beiden Konsolen gleich ausfällt. Als redaktionelle Folgerung sind bei Tests Ausgabeauflösung, interne Berechnung und Bildrate getrennt zu erfassen. Ein 4K-Signal allein weist weder zusätzliche Details noch eine stabilere Bildrate nach; dafür muss die jeweilige Spielversion auf beiden Zielgeräten untersucht werden.

Sony bestätigt auch die Unterstützung von PlayStation VR und mögliche Verbesserungen bei einzelnen angepassten VR-Titeln. Die Ankündigung nennt keine einheitliche Leistungssteigerung für alle Spiele. Ein pauschaler Geschwindigkeitsfaktor lässt sich deshalb nicht aus der GPU-Rechenleistung ableiten.

Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den PS4-Pro-Verkaufsstart und Sonys Hardwareangaben von 2016. Später ergänzte Systemfunktionen werden nicht als Bestandteil dieses damaligen Softwarestands dargestellt.

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