Nvidia plant gemeinsame Speicherverwaltung für Wayland-Treiber

Nvidia arbeitet an einer gemeinsamen Speicherverwaltung für Wayland-Treiber. Das Linux-Team des Grafikkartenherstellers will damit die bisher eigene Lösung des proprietären Nvidia-Treibers durch eine Schnittstelle ersetzen, die sich mit anderen Komponenten der Linux-Grafiklandschaft abstimmen lässt.

Die Arbeiten sind in einem öffentlichen GitHub-Projekt dokumentiert. Im Mittelpunkt steht ein Allocator, der Speicherobjekte zwischen Grafiktreiber, Compositor und Anwendungen verwalten soll. Nvidia will dabei Probleme lösen, die bei Wayland durch unterschiedliche Anforderungen von Treibern und Plattformen entstehen.

Gemeinsame Grundlage für Linux-Grafik

Die konkrete Umsetzung war im Oktober 2016 noch nicht abgeschlossen. In der Diskussion auf der Wayland-Entwicklerliste beschreibt Nvidia den Ansatz als Zusammenarbeit mit der Community. Ziel ist eine einheitlichere Speicherverwaltung, von der neben dem Nvidia-Treiber auch andere Linux-Grafiksysteme profitieren können.

Für Spieleentwickler und technische Teams ist Wayland vor allem als Grundlage der Linux-Ausgabe und der grafischen Werkzeuge relevant. Der Treiberpfad entscheidet mit darüber, wie Anwendungen ihre Bildpuffer an den Compositor übergeben. Einen fertigen Produktivtreiber kündigte Nvidia mit dem Vorhaben noch nicht an.

Bereits im Februar hatte Nvidia signierte Firmware für den freien Nouveau-Treiber angekündigt. Die Wayland-Arbeiten betrafen nun den proprietären Treiber und die gemeinsame Infrastruktur darüber.

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