Mozilla hat am 14. September 2016 den JavaScript-Debugger debugger.html vorgestellt. Die mit React und Redux entwickelte Webanwendung soll den bisherigen Debugger in den Firefox-Entwicklerwerkzeugen ersetzen und zugleich unabhängig vom Browser als Oberfläche nutzbar sein.
Firefox lässt sich bereits anbinden, die Unterstützung für Chrome und Node.js ist experimentell. Eine erste Integration steht in Firefox Nightly bereit. Damit ist die Ankündigung keine Freigabe für die reguläre stabile Firefox-Ausgabe.
Eine Oberfläche für unterschiedliche Laufzeitumgebungen
Die Oberfläche kombiniert Quelldateibaum, Editor und Seitenleiste. Haltepunkte, Aufrufstapel und Variablen helfen, angehaltenen JavaScript-Code zu untersuchen. Schrittweises Ausführen und das Formatieren kompakten Quellcodes gehören ebenfalls zum Funktionsumfang. Während Firefox über Mozillas Remote-Debug-Protokoll angebunden wird, verwendet der Debugger für Chrome und Node.js das Chrome-Protokoll.
Der Projektstand zur Vorstellung dokumentiert den lokalen Start und die Verbindung zu Debugging-Zielen. Nach der Installation der Abhängigkeiten startet ein Entwicklungsserver auf Port 8000. Das Zielprogramm muss Remote-Debugging erlauben; für Node.js nennt die Anleitung mindestens Version 6.3.0 und den Startparameter --inspect.
Schon die Firefox Developer Edition bündelte Werkzeuge für Webanwendungen und browserübergreifende Fehlersuche. debugger.html konzentriert diesen Ansatz auf JavaScript. Für Browser-Spiele und deren Node.js-Dienste eröffnet das eine gemeinsame Bedienoberfläche, ohne die unterschiedlichen Laufzeitumgebungen technisch gleichzusetzen.

