Das RetroPie-Projekt hat am 27. Mai 2016 Version 3.8 mit Korrekturen und aktualisierten Emulatoren veröffentlicht. Die enthaltenen Raspbian-Paket- und Firmware-Aktualisierungen sollen Hänger bei der Nutzung des internen Bluetooth-Moduls des Raspberry Pi 3 beheben.
Mehrspieler-Funktionen und überarbeitete Bildausgabe
Der Dreamcast-Emulator Reicast erhält Mehrspieler-Unterstützung. Beim PlayStation-Emulator lr-pcsx-rearmed nennen die Release Notes die Unterstützung von drei bis acht Spielern. Das ist keine Aussage darüber, dass jedes Spiel diese Spielerzahlen ermöglicht: Auch die jeweilige Software muss einen passenden Mehrspielermodus bieten.
Ein neuer Dispmanx-Unterbau für SDL1 verwendet Triple Buffering und soll Darstellungsprobleme des bisherigen Codes reduzieren. Außerdem lässt sich das Seitenverhältnis über Umgebungsvariablen beeinflussen. Für VICE wird auf dem Raspberry Pi ein Verhältnis von 4:3 voreingestellt. Weitere Änderungen betreffen aktualisierte Emulator-Binärdateien, einen Wiki-Viewer und die Auswahl von Startbildern.
EmulationStation bündelt die Oberfläche
Das README des Versionsstands 3.8 beschreibt RetroPie-Setup als Einrichtungsskript für Raspberry Pi 1, 2 und 3 mit EmulationStation als grafischer Oberfläche. Vorbereitete Images bieten einen alternativen Einstieg. Als Betriebssystembasis nennt die damalige Dokumentation Raspbian Jessie und Wheezy.
Die Installation kann vorgefertigte Binärdateien verwenden oder Komponenten aus dem Quellcode bauen. Letzteres kann laut Projekt auf einem Raspberry Pi mehr als einen Tag dauern. Ein Raspberry Pi Zero im Gehäuse eines Original-Xbox-Controllers hatte bereits gezeigt, wie RetroPie auch kompakte Eigenbauten versorgen kann. Version 3.8 verbessert die Softwarebasis, ersetzt aber nicht die Prüfung, welche Emulatoren und Eingabegeräte zum jeweiligen Aufbau passen.

