Der Bastler Terence Eden hat am 27. November 2015 einen Raspberry Pi Zero in das Gehäuse eines Original-Xbox-Controllers eingebaut. Die Dokumentation des Projekts beschreibt den Umbau vom geöffneten Controller bis zum Start eines Spiels.
Als Rechner dient der nur fünf US-Dollar teure Raspberry Pi Zero. Eden verwendet den großen Controller der ersten Xbox, der später unter dem Spitznamen Duke bekannt wurde. Nach dem Ausbau der Steckplätze für die Memory-Cards bleibt im Gehäuse genug Platz für die Platine und die Verkabelung.
Umbau mit USB und Mini-HDMI
Der Controller besitzt eine USB-Verkabelung, verwendet an seinem Kabel aber einen proprietären Stecker. Eden trennt die Kabelenden auf und verbindet die Leitungen mit einem USB-OTG-Kabel am Raspberry Pi Zero. Eine Isolierung schützt die Unterseite der Platine vor den Kontakten im Controller.
Die Stromversorgung läuft über ein USB-Netzteil, während das Bild über einen Mini-HDMI-Adapter ausgegeben wird. Im Gehäuse bleibt laut der Projektbeschreibung außerdem Platz für einen USB-Akku. Der Aufbau ist damit kompakt, bleibt für die Verbindung mit einem Fernseher aber auf ein HDMI-Kabel angewiesen.
RetroPie startet klassische Spiele
Für die Software nutzt Eden ein vorbereitetes Image von RetroPie. Die Distribution bündelt Emulatoren für verschiedene ältere Systeme und erkennt den angeschlossenen Xbox-Controller. Nach wenigen Einrichtungsschritten startet auf dem Pi Zero unter anderem Doom.
Das Projekt verbindet einen historischen Xbox-Controller mit einem günstigen Einplatinencomputer und einer offenen Emulationsplattform. Ein früherer Beitrag zum Raspberry Pi beschrieb bereits den Einsatz der Plattform für eine kompakte Videokette. Beim Controller-Umbau nennt Eden für die zusätzlich benötigten Teile, je nach vorhandener Hardware, nur einen überschaubaren Betrag.
