Epic Games hat am 1. Juni 2016 Unreal Engine 4.12 veröffentlicht. Die Version macht Sequencer für die nichtlineare Bearbeitung von Filmszenen und Animationen verfügbar. Der ebenfalls enthaltene VR-Editor ist dagegen ausdrücklich eine experimentelle Vorschau.
Sequencer ergänzt den bisherigen Matinee-Arbeitsablauf
Sequencer unterstützt automatische Keyframes, filmische Kameras und die Aufzeichnung von Gameplay. Teams können Sequenzen auf mehrere Assets verteilen und dadurch parallel an unterschiedlichen Einstellungen arbeiten. Epic zeigt das Werkzeug im offiziellen Video Exploring Sequencer.
Beim Öffnen vorhandener Matinee-Animationen bietet Sequencer einen Import an. Matinee wird jedoch weiterhin unterstützt. Für laufende Projekte bedeutet die Einführung des Nachfolgers deshalb nicht, dass bestehende Sequenzen sofort umgebaut werden müssen.
VR-Bearbeitung benötigt Bewegungscontroller
Die im Februar vorgestellte VR-Editor-Vorschau wird mit 4.12 Teil des Releases. Nach dem Aktivieren von Enable VR Editing in den experimentellen Einstellungen lassen sich Objekte und die gesamte Welt im Headset greifen, verschieben und skalieren. Auch Editor-Fenster sind in VR erreichbar.
Vorausgesetzt werden eine HTC Vive oder eine Oculus Rift mit Touch-Entwicklerhardware. Die Funktion ist damit keine allgemeine Freigabe für jedes VR-Headset. Für C++-Projekte unter Windows nennt Epic außerdem Visual Studio 2015 als neue Voraussetzung. Die im offiziellen Release-Beitrag enthaltenen detaillierten Versionshinweise dokumentieren weitere Änderungen an Rendering, Animation und Plattformunterstützung.

