Python bereitet den Wechsel von hg.python.org zu GitHub nach dem Migrationsplan PEP 512 vor. Brett Cannon hatte die Entscheidung für GitHub am 1. Januar 2016 getroffen. Der Plan beschreibt die erforderlichen Schritte für Quellcode, Berechtigungen und Beitragsprüfung. Ein abgeschlossener Umzug des CPython-Repositories wird darin noch nicht gemeldet.
Weniger Handarbeit bei externen Beiträgen
Der bisherige Ablauf erfordert viele manuelle Schritte: Patches werden im Bugtracker hochgeladen, geprüft, lokal getestet und anschließend übernommen. PEP 512 nennt den Pflegeaufwand der eigenen Infrastruktur und die Einstiegshürde für externe Mitwirkende als Gründe für den Wechsel. Die größere Vertrautheit mit GitHub zählt ebenfalls zu den Auswahlkriterien.
Zur Migration gehören nicht nur CPython, sondern auch die Repositories für PEPs, den Developer’s Guide, Benchmarks und devinabox. Ein gemeinsames Core-Team soll die Schreibrechte verwalten. GitHub-Konten müssen zudem mit bugs.python.org verknüpft werden, damit ein Bot die unterzeichneten Contributor License Agreements prüfen kann.
Tests und Bugtracker bleiben eigene Aufgaben
Die Umstellung soll den bestehenden Bugtracker anbinden und die Zuordnung von Pull Requests zu Fehlerberichten ermöglichen. Automatisierte Tests je Pull Request sind als zusätzliche Verbesserung vorgesehen. Der Plan unterscheidet damit notwendige Voraussetzungen des Umzugs von späteren Erweiterungen.
Für Entwicklungswerkzeuge ist nicht allein der Speicherort des Codes entscheidend, sondern auch, wie Prüfungen in den Arbeitsablauf gelangen. Ein Lua-Testadapter für Visual Studio integriert beispielsweise externe Skripttests in eine IDE. Der Python-Plan setzt auf einer anderen Ebene an: Er soll die Arbeit zwischen Beitragenden, Reviewern und zentraler Projektinfrastruktur vereinfachen.

