Ein Forschungsteam aus Würzburg, Linz und Bamberg hat den Zusammenhang zwischen Videospielen im Sitzen und Körpermasse untersucht. Die Universität Würzburg meldete die Ergebnisse am 10. Juni 2019. Aktive Bewegungsspiele waren ausgeschlossen.
Die Meta-Analyse von Caroline Marker, Timo Gnambs und Markus Appel umfasst 20 Studien mit 38.097 Teilnehmenden. Insgesamt war die geschätzte Korrelation mit 0,09 klein. Für Kinder und Jugendliche ergab sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang, für Erwachsene dagegen schon.
Altersgruppen mit unterschiedlichen Befunden
| Altersgruppe | Geschätzte Korrelation | 95-Prozent-Konfidenzintervall |
|---|---|---|
| Kinder | 0,09 | -0,07 bis 0,25 |
| Jugendliche | 0,01 | -0,21 bis 0,23 |
| Erwachsene | 0,22 | 0,04 bis 0,40 |
Die Intervalle für Kinder und Jugendliche umfassen auch null. Das ist kein Beweis, dass ein Zusammenhang grundsätzlich ausgeschlossen wäre. Die Werte beschreiben Zusammenhänge, keine Gewichtszunahme in Kilogramm und keine individuellen Risiken.
Querschnittsdaten belegen keine Ursache
Die ausgewerteten Querschnittsstudien erlauben keine kausalen Schlussfolgerungen. Zudem unterschieden sich die Einzelstudien stark. Aus den Ergebnissen folgt weder, dass Spielen Übergewicht verursacht, noch eine pauschale gesundheitliche Unbedenklichkeit.
Eine andere Fragestellung behandelte die eSport-Studie 2019 der Deutschen Sporthochschule Köln: Sie befragte Spieler zu Training und Gesundheit. Solche Selbstauskünfte sind von der hier untersuchten statistischen Beziehung zwischen Spielnutzung und Körpermasse zu unterscheiden.

