Epic Games hat am 31. März Unreal Engine 4.11 veröffentlicht. Die Version enthält 92 Verbesserungen aus der Entwicklergemeinschaft. Zu den Neuerungen gehören Instanced Stereo für VR, zusätzliche Animationswerkzeuge und ein überarbeitetes Hierarchical-Level-of-Detail-System.
Beide Augen mit weniger doppelter Renderarbeit
Instanced Stereo verarbeitet die Ansichten für beide Augen gemeinsam. Epic nennt für die eigene Bullet-Train-Testszene rund 14 Prozent Verbesserung bei der CPU-Zeit und etwa sieben Prozent auf der GPU. Das sind projektspezifische Herstellerwerte. Nicht alle Renderingfunktionen sind damit kompatibel; Epic nennt Distance Field Ambient Occlusion als Ausnahme.
Anim Dynamics ohne vollständige Physiksimulation
Anim Dynamics ergänzt Animation Blueprints um vereinfachte dynamische Bewegungen für Skelettmodelle. Der Ansatz verzichtet für höhere Geschwindigkeit auf Kollisionen und nutzt vereinfachte Körper. Das verbesserte HLOD-System kann entfernte detaillierte Objekte durch vereinfachte Gruppen ersetzen. Für die Erzeugung polygonreduzierter Proxy-Meshes nennt Epic das separat lizenzierte Simplygon SDK.
Die vollständigen Versionshinweise erläutern die Voraussetzungen und Einschränkungen. Die im Februar gezeigte Bearbeitung von Spielwelten direkt im VR-Headset ist davon zu unterscheiden: Instanced Stereo betrifft die Darstellung für VR, nicht die Bedienung des Editors mit Bewegungscontrollern.

