Intel hat am 21. Oktober 2015 das Projekt OpenSWR vorgestellt. Der Software-Rasterizer soll 3D-Grafik auf Linux-Systemen auch ohne dedizierte GPU schnell berechnen können.
OpenSWR ist für wissenschaftliche Visualisierung und andere grafikintensive Rechenaufgaben gedacht. Das Projekt verwendet eine für moderne Prozessoren optimierte Codebasis und soll deutlich höhere Bildraten als der bisher verbreitete LLVMpipe-Rasterizer erreichen. Die Ankündigung im Mesa-Entwicklerforum beschreibt die geplante Integration in den freien Linux-Grafikstack.
Rendering ohne dedizierte Grafikkarte
OpenSWR richtet sich damit an Systeme, auf denen viele 3D-Berechnungen parallel laufen, aber keine klassische GPU zur Verfügung steht. Das kann für Visualisierung, Forschung und technische Entwicklungsumgebungen interessant sein. Intel hatte bereits auf der Game Developers Conference 2015 die Grafikleistung seiner integrierten Plattformen für Entwickler gezeigt.
Das Projekt wurde als freie Software für Mesa veröffentlicht. Der Ansatz ersetzt keine dedizierte Gaming-GPU, erweitert aber die Möglichkeiten für reproduzierbare Render-Tests und grafikfähige Linux-Arbeitsplätze in Entwicklungs- und Forschungsumgebungen.
