INMO zeigt auf der IFA 2026 die GO3, eine 58 Gramm leichte KI-Brille mit binokularem Micro-LED-Display. Die offizielle Produktseite nennt Echtzeitübersetzung, Navigation, Meeting-Transkription und einen integrierten Teleprompter. Für die Xbox- und Entwicklerperspektive ist dabei entscheidend, welche Funktionen tatsächlich für das Modell dokumentiert sind.
Micro-LED und KI direkt im Sichtfeld
Das Display arbeitet mit einer Auflösung von 640 mal 480 Pixeln, erreicht laut INMO bis zu 1.500 Nits und bietet ein Sichtfeld von 30 Grad. Als optische Basis dient ein binokulares grünes Micro-LED-System mit Diffraktionswellenleiter. Die Brille verfügt außerdem über 64 Gigabyte Speicher, eine 270-mAh-Batterie und ein wechselbares Akkusystem.
Produktivität statt ausgewiesener Spieleunterstützung
INMO nennt einen Teleprompter, Sprach- und Berührungssteuerung sowie Meeting-Transkription mit Zusammenfassungen und Aufgabenlisten. Der KI-Assistent greift laut Hersteller auf ChatGPT und Gemini zurück. Das kann für Präsentationen, Testabläufe oder die Anzeige kurzer Referenzinformationen interessant sein. Eine offizielle Unterstützung für die Darstellung von 3D-Assets oder eine eigene Entwickler-Schnittstelle für die GO3 wird auf der Produktseite dagegen nicht genannt.
Xbox-Streaming ist für Air3 dokumentiert
INMO führt in seinem Support-Portal eine Anleitung zum Streaming von Xbox-Spielen. Diese Anleitung bezieht sich ausdrücklich auf die Air3. Für die GO3 nennt der Hersteller aktuell nur die Kompatibilität mit iOS und Android. Ein xCloud-Einsatz mit der neuen Brille ist daher noch nicht bestätigt und wird hier nicht als Produktfunktion dargestellt.
Die GO3 bleibt damit vorerst vor allem eine kompakte Anzeige- und Assistenzplattform. Für Entwickler und technische Teams ist sie interessant, wenn freihändige Hinweise oder ein Teleprompter im Arbeitsablauf helfen. Für ein echtes AR- oder Cloud-Gaming-Szenario fehlen derzeit konkrete GO3-Angaben.
