Microsoft hat am 24. März 2015 die Browserstrategie für Windows 10 geändert. Project Spartan soll die neue Rendering-Engine exklusiv verwenden, während Internet Explorer 11 bei der bisherigen Engine bleibt.
Spartan erhält die neue Engine exklusiv
Ursprünglich plante Microsoft, die neue Engine sowohl in Project Spartan als auch in Internet Explorer 11 einzusetzen. Nach Rückmeldungen aus dem Windows-Insider-Programm und von Kunden wurde dieser Ansatz verworfen. Project Spartan richtet sich an die moderne Webplattform, Internet Explorer 11 bleibt für ältere Unternehmensseiten zuständig.
Damit bleibt Internet Explorer 11 unter Windows 10 technisch näher an den Versionen für Windows 7 und Windows 8.1. Unternehmen können den Browser per Gruppenrichtlinie als Standard festlegen, wenn interne Anwendungen auf ältere Technologien angewiesen sind.
Webentwickler sollen beide Plattformen prüfen
Microsoft beschreibt Project Spartan als Browser für die nächste Generation des Webs. Die neue Engine soll moderne Standards interoperabel umsetzen und ohne Dokumentmodi oder Kompatibilitätsansichten auskommen. Für öffentliche Websites empfiehlt das Team Tests mit der technischen Windows-10-Vorschau und RemoteIE.
Die Trennung macht die Zielplattformen klarer: Neue Webanwendungen werden für Project Spartan entwickelt, bestehende Unternehmenssoftware kann auf Internet Explorer 11 bleiben. Zuvor hatte Microsoft mit der Firefox Developer Edition bereits gezeigt, wie Browserhersteller Entwicklungswerkzeuge stärker in eigene Testversionen integrieren.
