Microsoft hat am 18. März 2015 die Öffnung von MSBuild angekündigt. Das Microsoft Build Engine genannte Werkzeug koordiniert Builds anhand von Projekt- oder Lösungsdateien und kann Produkte auch in Umgebungen erstellen, in denen Visual Studio nicht installiert ist.
Build-Prozess als offenes Projekt
Die veröffentlichten Quellen waren eng an die damals geplante Version von Visual Studio 2015 angelehnt. Microsoft stellte den Code über das offizielle MSBuild-Repository auf GitHub bereit und brachte ihn in die .NET Foundation ein. Als Beispiele für den Einsatz nannte Microsoft unter anderem die Build-Prozesse der .NET-Core-Bibliotheken und der .NET-Core-Laufzeit.
Relevanz für automatisierte Entwicklungsumgebungen
MSBuild bildete weiterhin die Standard-Build-Engine von Visual Studio und der .NET-Entwicklung unter Windows. Die Veröffentlichung sollte den Weg zu einer Nutzung auf Linux und macOS vorbereiten. Für technische Teams bedeutete der offene Quelltext zugleich mehr Einblick in Abhängigkeiten, Build-Schritte und die Automatisierung von Projekten, etwa in einer kontinuierlichen Integrationsumgebung. Vergleichbare Anforderungen an mobile Entwicklungsarbeitsplätze beschrieb bereits die Developer Edition der Dell Precision M3800.
Zum Start war für das Bauen des Quellcodes noch Visual Studio 2015 erforderlich. Microsoft kündigte zugleich an, die Portierung auf Mono und .NET Core weiterzuführen. Damit wurde MSBuild als Bestandteil einer plattformübergreifenden Toolchain positioniert, die auch für größere Software- und Spieleprojekte interessant ist.
