Vulkan: Khronos stellt neue Grafik- und Compute-API vor

Die Khronos Group hat am 3. März 2015 die technische Vorschau auf Vulkan vorgestellt. Die neue offene API soll einen direkten und effizient kontrollierbaren Zugriff auf Grafik- und Rechenfunktionen moderner GPUs ermöglichen.

Vulkan war zuvor als Next Generation OpenGL Initiative bekannt. Die Schnittstelle ist für Anwendungen gedacht, die Leistung und Vorhersagbarkeit bei Grafikberechnungen benötigen. Khronos kündigte erste Spezifikationen und Implementierungen für den weiteren Jahresverlauf an.

SPIR-V ergänzt den neuen Grafikpfad

Ein zentraler Bestandteil der Vorschau ist SPIR-V. Das Format soll Flexibilität bei Shader-Sprachen ermöglichen und die Übersetzung von Shadern in eine für Vulkan geeignete Form unterstützen. Die offizielle SPIR-V-Übersicht der Khronos Group führt die Spezifikation als Teil des offenen Ökosystems weiter.

Für Spieleentwicklung und Grafiksoftware ist vor allem die Kontrolle über Speicher, Synchronisation und GPU-Arbeit relevant. Die API setzt dabei auf einen niedrigeren Abstraktionsgrad als klassische Grafikpfade. Entwickler sollen dadurch besser steuern können, wann und wie Befehle an die Hardware übergeben werden.

Khronos öffnete die laufende Entwicklung für weitere Unternehmen. Vulkan war damit von Beginn an als gemeinsamer Standard für unterschiedliche GPU-Hersteller und Plattformen angelegt. Ein Blick auf die damalige PowerVR-GPU-Planung zeigt, wie breit das Spektrum der Zielhardware bereits zu diesem Zeitpunkt war.

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