Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten der Xbox-Sparte gibt es kaum Anzeichen für einen Verkauf oder eine Abspaltung durch Microsoft. Das argumentiert Rob Fahey von GamesIndustry.biz in einem Meinungsbeitrag. Die finanziellen Verluste der Gaming-Sparte seien für den Konzern kaum mehr als eine Rundungsgröße.
Finanziell kaum relevant
Die jüngsten Zahlen zeigen einen dritten Rückgangsquartal in Folge für Xbox, mit zehn Prozent weniger bei Content und Services sowie 29 Prozent weniger Hardware-Umsatz. Für Microsoft insgesamt spielten diese Werte aber kaum eine Rolle: Der zehnprozentige Rückgang drückte die Sparte More Personal Computing um vier Prozent, ohne die Gesamtergebnisse nennenswert zu beeinflussen.
Fahey weist darauf hin, dass die Zahlen im Rahmen der eigenen Microsoft-Projektionen lägen und keine neue Eskalation darstellten. Eine Abspaltung oder ein Verkauf sei weder finanziell dringlich noch realistisch, weil sich kaum ein Käufer für eine Sparte mit diesen Margen fände. Zugleich bleibe die Frage, wie Xbox innerhalb des Konzerns positioniert wird, die zentrale strategische Frage der kommenden Jahre. Die Gerüchte um eine mögliche Abspaltung hatten zuletzt für Aufsehen gesorgt.
