Xbox-Chefin Asha Sharma co-leitet neue Task Force der US-Notenbank

Die US-Notenbank Federal Reserve hat Xbox-Chefin Asha Sharma zur Co-Leiterin ihrer neuen Task Force für Produktivität und Arbeitsmarkt ernannt. Wie die Federal Reserve in einer Pressemitteilung vom 9. Juli 2026 mitteilt, bildet sie insgesamt fünf Arbeitsgruppen, die zentrale Bereiche der Geldpolitik untersuchen sollen. Die Arbeitsgruppe Productivity and Jobs wird den wirtschaftlichen Einfluss neuer Allzwecktechnologien, darunter Künstliche Intelligenz, bewerten und in die politischen Entscheidungen der Notenbank einfließen lassen.

Sharma teilt sich die Leitung mit zwei Wirtschaftswissenschaftlern aus Technologie und Forschung. Marc Andreessen, Mitgründer und Partner des Venture-Capital-Unternehmens Andreessen Horowitz, bringt die Perspektive der Tech-Investoren ein. Charles I. Jones, Wirtschaftswissenschaftsprofessor an der Stanford University, ist aktuell bei dem KI-Unternehmen Anthropic beurlaubt. Die Federal Reserve spricht in ihrer Ankündigung von externen Beratern mit tiefgehender Expertise, unterstützt durch das Personal der Notenbank.

Fünf Task Forces für die Geldpolitik

Die fünf Task Forces sollen nach Angaben der Federal Reserve Bereiche untersuchen, die für die Ausübung der Geldpolitik zentral sind. Neben Produktivität und Arbeitsmarkt behandeln sie Bilanzpolitik, Datenqualität und Inflationsmodelle. Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh sagte laut Pressemitteilung, das Engagement für Preisstabilität und Vollbeschäftigung sei unerschütterlich. Die US-Wirtschaft habe sich in einer Generation deutlich verändert, und gegenwärtig stärker denn je. Jede Arbeitsgruppe solle sorgfältig und mit Blick auf die Ausübung des Mandats arbeiten. Co-Leiter der anderen Task Forces sind unter anderem Mervyn King (ehemaliger Gouverneur der Bank of England), Raghuram Rajan (ehemaliger Gouverneur der Reserve Bank of India), Greg Mankiw (ehemaliger Vorsitzender des Council of Economic Advisers) und Doug McMillon (ehemaliger Walmart-Chef).

Berufung folgt auf Xbox-Restrukturierung

Die Berufung Sharmas in das Gremium der Notenbank erfolgt wenige Tage nach einer weitreichenden Restrukturierung bei Xbox. Bis Ende 2027 sollen rund 3.200 Stellen abgebaut werden, betroffen sind unter anderem ZeniMax Online Studios, Id Software, Bethesda Game Studios und Obsidian. Xbox hatte die Kürzungen Anfang Juli 2026 unter dem Titel Resetting Xbox angekündigt. Sharma begründete den Schritt in einer internen Mitteilung mit gesundheitlichen Problemen des Geschäfts: Die Margen im Xbox-Geschäft lägen drei- bis zehnmal niedriger als bei der Konkurrenz.

„Diese Veränderungen dienen einer größeren Zukunft für Xbox, nicht einer kleineren“, wird Sharma zitiert. „Das nächste Jahrzehnt des Gamings wird größer, globaler und kreativer sein als alles, was wir bisher gesehen haben. In diesem Jahr investieren wir so viel in Xbox wie nie zuvor, aber mit größerem Fokus, größerer Disziplin und größerer Klarheit.“ Die Berufung in die Federal-Reserve-Task Force rückt Sharma damit in eine Rolle, die weit über die Spielebranche hinausreicht und KI, Produktivität und Arbeitsmarkt für die gesamte US-Wirtschaft berührt.

Hintergrund: Sharma leitet Xbox seit 2026

Sharma war Anfang 2026 als Nachfolgerin von Phil Spencer an die Spitze von Xbox gerückt, nachdem sie 2024 als Präsidentin von CoreAI zu Microsoft gekommen war. Seit dem Amtsantritt hat sie mehrere richtungsweisende Entscheidungen umgesetzt: die Einstellung des Gaming Copilot für die Konsole, eine Preissenkung für den Game Pass, den Verzicht auf Call of Duty als Day-One-Launchtitel und die Rückbenennung von Microsoft Gaming in Xbox. Die Task Force bei der Federal Reserve ist ihre erste öffentliche Berufung in ein Gremium außerhalb von Microsoft.

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