USA: Gesetzentwurf will Lootboxen und Pay-to-Win-Mikrotransaktionen verbieten

Der US-Senator Josh Hawley hat am 23. Mai 2019 gemeinsam mit Richard Blumenthal und Ed Markey den Gesetzentwurf S. 1629 eingebracht. Der offizielle Gesetzestext bei GovInfo soll bestimmte Lootboxen und Pay-to-Win-Mikrotransaktionen in interaktiven digitalen Unterhaltungsprodukten regulieren.

Der Entwurf sieht ein Verbot für Spiele vor, die sich an Minderjährige richten und Lootboxen oder Pay-to-Win-Mikrotransaktionen enthalten. Die Regelung sollte auch für Spiele gelten, die nicht ausdrücklich auf Minderjährige ausgerichtet sind, wenn Publisher oder digitale Vertriebsplattformen wissen, dass Nutzer unter 18 Jahren darauf zugreifen.

Als Kriterien für ein auf Minderjährige ausgerichtetes Spiel nennt der Entwurf unter anderem Thema, Grafik, Musik, Figuren, Sprache, Werbung und die Zusammensetzung des Publikums. Pay-to-Win-Mikrotransaktionen werden dabei als Käufe definiert, die spielerische Vorteile freischalten oder verbessern. Auch der Verkauf von Lootboxen wird ausdrücklich erfasst.

S. 1629 blieb ein Gesetzesentwurf

S. 1629 wurde im Senat zweimal verlesen und an den Ausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr überwiesen. Der Text war damit ein Gesetzesvorschlag und keine geltende Regelung. Der vollständige PDF-Gesetzestext dokumentiert den Stand der Vorlage vom Mai 2019.

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