MSI hat für die CES 2026 (6.–9. Januar, Las Vegas) ein breites Produkt- und Komponentenportfolio angekündigt, das unter dem Motto „Innovate Beyond“ steht. Gezeigt werden Neuheiten aus Mobile Computing, Immersive Entertainment, Creator-Workflows und High-Speed-Konnektivität – darunter Thin-and-Light-Notebooks, Copilot+-PCs, neue Gaming-Geräte, PC-Komponenten der nächsten Generation sowie ein ausgebautes WiFi-7-Ökosystem. Der Hersteller positioniert künstliche Intelligenz dabei als Querschnittsthema über mehrere Gerätekategorien hinweg.
Notebooks: Prestige-Serie, Gaming-Modelle und Fokus auf KI-Features
Im Notebook-Segment baut MSI den Schwerpunkt auf die neu gestaltete Prestige-Serie aus, die als Business- und Productivity-Line-up mit Intel Core Ultra Serie 3 Prozessoren antritt. Genannt werden ein überarbeitetes Aluminium-Design mit abgerundeten Kanten, ein „Action Touchpad“ mit Zusatzfunktionen sowie Flip-Varianten (Prestige 14/16 Flip AI+) mit 360°-Formfaktor, Touch-Panel und beiliegendem MSI Nano Pen. Für das Prestige 14 wird in Kombination mit einem 81-Wh-Akku eine Videowiedergabe von bis zu 30 Stunden (1080p) angegeben; die Plattform setzt zudem auf eine Vapor-Chamber-Kühlung mit neuem Airflow-Konzept. Sicherheitsfunktionen umfassen TPM 2.0, Windows Hello (Fingerprint und Face) sowie eine Smart-Guard-Funktion.
Im Gaming-Portfolio nennt MSI mehrere Geräte: Das Raider 16 Max soll als 16-Zoll-Modell die Raider-Serie ergänzen und setzt laut Hersteller auf ein erweitertes Kühldesign (u. a. drei Lüfter, sechs Heatpipes, mehrere Abluftöffnungen sowie Phase-Change-Wärmeleitmaterial). MSI nennt eine kombinierte Leistungsversorgung von bis zu 300 Watt für CPU und GPU und ordnet das Gerät als CES-Highlight im High-End-Segment ein. Ergänzend kündigt MSI das Stealth 16 AI+ an, das trotz reduzierter Bauhöhe und geringerem Gewicht mit einem überarbeiteten Kühldesign höhere GPU-Leistungsbudgets ermöglichen soll; zudem werden zwei Thunderbolt-4-Ports, HDMI und RJ45-LAN für die Konnektivität hervorgehoben.
Gaming-Ökosystem: Handheld, QD-OLED-Monitor und neue Peripherie

Für den Handheld-Bereich erweitert MSI die Claw-Reihe um eine „Glacier Blue Edition“ der Claw 8 AI+. Genannt werden ein Intel Core Ultra 200V, Arc Xe2 Grafik, ein 8-Zoll-Full-HD+-Display mit 120 Hz und VRR sowie ein 80-Wh-Akku und Hall-Effect-Sticks.
Bei Monitoren stellt MSI den MPG 341CQR QD-OLED X36 vor: 34 Zoll, 3440 × 1440 (21:9), QD-OLED der fünften Generation und 360 Hz. Als zusätzliche Funktion wird ein AI-Care-Sensor (OLED Care 3.0) beschrieben, der per NPU-basiertem Algorithmus Anwesenheit erkennen und Energieverwaltung sowie Panel-Schutz unterstützen soll.
Im Peripherie-Line-up werden unter anderem die Gaming-Mäuse Versa 300 8K Wireless und Versa 500 8K Wireless genannt, letztere mit magnetischem Hall-Effect-Scrollrad und umschaltbaren Modi. Auf Tastaturseite wird die Strike 700 HE 8K Wireless mit Hall-Effect-Switches sowie weitere Modelle der GK600-Serie aufgeführt; als Headset wird das Maestro 500 erwähnt.
Mini-PC und Edge-AI-Desktop: Copilot+-PC und lokales KI-Processing
Mit dem Cubi NUC AI+ 3MG erweitert MSI das Portfolio kompakter Copilot+-PCs. Als Plattform wird ein Intel Core Ultra 200V genannt; MSI beziffert die KI-Rechenleistung auf bis zu 99 TOPS. Zusätzliche Funktionen betreffen unter anderem „MSI Power Link“ zur Kopplung des Ein-/Ausschaltens mit kompatiblen MSI-Monitoren sowie Business-orientierte Sicherheitsmerkmale wie dTPM 2.0, Fingerabdrucksensor und Kensington-Lock.
Parallel dazu führt MSI eine neue Desktop-Reihe unter dem Namen „AI Edge“ ein, die auf Edge-AI-Computing und lokale Inferenz abzielt. Das erste Modell basiert auf AMD Ryzen AI Max+ Prozessoren (AI Max+ 300-Serie) und wird mit bis zu 126 TOPS Gesamt-KI-Leistung angegeben; die NPU-Leistung wird mit bis zu 50 TOPS beziffert. Als Architekturmerkmal stellt MSI „Unified Memory“ in den Vordergrund: bis zu 128 GB LPDDR5X-8000 On-Board-Speicher, davon bis zu 96 GB variabel als Grafikspeicher nutzbar, um VRAM-Engpässe bei großen Modellinferenz-Workloads zu reduzieren. MSI nennt eine Inferenzleistung von 15 Tokens pro Sekunde bei LLMs bis 109 Milliarden Parametern (Herstellerangabe). Das System ist in einem 4-Liter-Gehäuse mit integriertem Netzteil untergebracht; als Kühlkonzept wird „Glacier Armor“ beschrieben. Beim Betriebssystem wird eine Wahl zwischen Windows und Linux genannt, ergänzt um eine lokale, multimodale KI-Anwendung inklusive RAG-Funktionen für das Verarbeiten lokaler Datensätze.
Komponenten und Konnektivität: AM5-Mainboards, Netzteile, SSDs und WiFi 7 Mesh
Im DIY- und Komponentenbereich kündigt MSI neue AM5-Mainboards der AMD-X870(E)- und B850-MAX-Serie an. Genannt werden unter anderem eine interne OC-Engine, 64 MB BIOS-ROM sowie „EZ DIY“-Upgrades; MSI spricht von bis zu 15 Prozent mehr Leistung für anspruchsvolles Overclocking (Herstellerangabe).

Bei Netzteilen stellt MSI die MPG Ai1600TS PCIE5-Serie heraus, inklusive „GPU Safeguard+“ als Schutz- und Stabilitätsmechanismus sowie 80-Plus-Platinum-Klassifizierung und 135-mm-FDB-Lüfter.
Im Storage-Bereich wird die SPATIUM M571 DLP als PCIe-Gen5-SSD mit bis zu 14.000 MB/s (Lesen) und 11.000 MB/s (Schreiben) genannt. Ein Controller im TSMC-6-nm-Verfahren soll den Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren; zusätzlich wird eine Data-Loss-Protection-Funktion (DLP) für unerwartete Stromunterbrechungen hervorgehoben. Ergänzend nennt MSI eine externe „DATAMAG 40 Gbps“-SSD.
Für Heimnetzwerke kündigt MSI das Roamii BE Pro als WiFi-7-Mesh-System an: Tri-Band-Konnektivität, adaptives Roaming sowie integrierter FortiSecu-Schutz werden als zentrale Merkmale aufgeführt.
CES-Organisation, Standorte und Verfügbarkeit
MSI nennt zwei Messeflächen: Im Venetian Expo (Veronese 2403 bis 2406) sollen KI-gestützte Produktlinien, Mobile Computing und High-Performance-Hardware präsentiert werden. Im Las Vegas Convention Center, West Hall (Booth #5067) will MSI Lösungen rund um Laden von Elektrofahrzeugen und nachhaltige Energie thematisieren.
Für die Prestige-Serie mit Intel Core Ultra Serie 3 nennt MSI einen händlerabhängigen Vorverkaufsstart ab dem 6. Januar 2026 sowie einen offiziellen Verkaufsstart am 27. Januar 2026 (deutscher Zeit). Zusätzlich werden zeitlich begrenzte Early-Bird-Programme beschrieben, darunter ein Jahr NordVPN (bei Registrierung bis 27. März 2026) sowie eine „Review & Receive“-Aktion mit zusätzlichem Garantiejahr (bei Teilnahme bis 27. April 2026).
