Xbox Network: Zwölfstündiger Ausfall legt Schwächen beim DRM offen

Ein rund zwölfstündiger Ausfall des Xbox Network am 6. und 7. Mai 2022 verhinderte bei zahlreichen Nutzern den Kauf und Start von Spielen. Betroffen waren neben Xbox Cloud Gaming auch bereits installierte Titel, die keine dauerhafte Onlineverbindung benötigen.

Der offizielle Statusbeitrag von Xbox Support bestätigte am 7. Mai Probleme beim Kauf, beim Start von Spielen und bei Cloud-Gaming-Sitzungen. Microsoft erklärte zunächst, die Arbeiten an der Behebung liefen weiter. Am folgenden Tag meldete der Support, dass die betroffenen Funktionen wieder normal arbeiten sollten.

Wenn der Server den Spielstart entscheidet

Die Störung machte sichtbar, welche Folgen die digitale Lizenzprüfung im Alltag haben kann. Nutzer meldeten, dass selbst gekaufte Einzelspielertitel nicht starteten oder die Konsole einen Besitznachweis erneut anforderte. Besonders problematisch war die Situation für Konten, deren Heimkonsole nicht auf dem verwendeten Gerät eingerichtet war. Der konkrete technische Auslöser des Ausfalls wurde in den öffentlichen Statusmeldungen nicht genannt.

Der Vorfall betrifft damit nicht nur die Verfügbarkeit von Onlinefunktionen. Er zeigt auch, dass ein Plattformausfall den Zugriff auf lokal gespeicherte Inhalte beeinflussen kann, wenn die Lizenzprüfung nicht auf einen lokalen Nachweis zurückgreift. Die Diskussion über Xbox Live und digitales Rechtemanagement reicht deshalb über Mehrspielertitel hinaus.

Microsoft meldet eine Wiederherstellung

Xbox Support teilte nach dem Ende der Störung mit, dass Käufe, Spielstarts und Cloud Gaming wieder funktionieren. Eine detaillierte Ursachenanalyse oder eine Änderung am Lizenzmodell kündigte Microsoft zu diesem Zeitpunkt nicht an. Für die Zukunft bleibt damit entscheidend, wie zuverlässig die lokalen Fallbacks und die Serverdienste zusammenspielen.

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