Take-Two hält an Verkauf zum Vollpreis fest
Strauss Zelnick erklärte in einem am 9. August 2024 veröffentlichten Interview, dass Take-Two große Neuerscheinungen nicht gleichzeitig mit dem Verkaufsstart in Dienste wie den Xbox Game Pass oder PlayStation Plus aufnehmen will. Der CEO verwies auf die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Einzelverkauf und Abonnement.
Zelnick erwartet, dass die Aufnahme von Call of Duty: Black Ops 6 zum Start in den Xbox Game Pass die Zahl der Abonnements zunächst erhöhen kann. Auf die Frage nach möglichen Folgen für Take-Two sagte er jedoch, die Entscheidung des Konkurrenten ändere nichts an der eigenen Linie. Die Aussage des Take-Two-Chefs bezog sich ausdrücklich auf neue große Veröffentlichungen.
Abonnement und Einzelverkauf folgen unterschiedlichen Regeln
Take-Two setzt bei seinen wichtigsten Reihen weiterhin auf den Verkauf zum Vollpreis. Dazu zählen Produktionen von Rockstar Games und 2K. Das Unternehmen kann ältere Titel später in Abonnements anbieten, behandelt den Start eines neuen Spiels aber als eigenständige Vermarktungsphase.
Die Debatte erhielt 2024 durch die Veröffentlichung von Call of Duty: Black Ops 6 im Xbox Game Pass am ersten Tag neue Aufmerksamkeit. Für Microsoft ist der Start ein Mittel zur Gewinnung neuer Abonnenten. Take-Two bewertet einen solchen Schritt nach den Aussagen seines CEOs anders und will die Wirtschaftlichkeit großer Produktionen zunächst über den direkten Verkauf absichern. Die damaligen Quartalszahlen des Publishers sind in einem separaten Bericht dokumentiert.
