Unity Muse und Sentis bringen KI-Werkzeuge in die Spieleentwicklung

Unity stellte im Juni 2023 mit Muse und Sentis zwei KI-Werkzeuge für unterschiedliche Bereiche der Spieleentwicklung vor. Beide Produkte befanden sich damals in einer geschlossenen Beta. Unity beschreibt Muse als Werkzeug für den Editor und Sentis als Laufzeitlösung für KI-Modelle.

Muse für den Editor

Unity Muse soll Entwicklungsaufgaben über natürliche Sprache zugänglich machen. In der frühen Beta diente der Dienst zunächst vor allem als Suchoberfläche für Dokumentation, Lerninhalte und Supportinformationen. Als spätere Einsatzfelder nannte Unity unter anderem Code, Animationen, 2D-Assets und Texturen.

Sentis für lokale KI-Modelle

Unity Sentis richtet sich an die Ausführung trainierter Modelle innerhalb eines Spiels oder einer interaktiven Anwendung. Die Modelle sollen dabei auf dem Zielgerät laufen können, etwa auf einem PC oder einer Konsole, ohne jede Berechnung an einen Cloud-Dienst auszulagern. Für Entwickler ist das vor allem bei Latenz, Offline-Funktionen und der Kontrolle über Laufzeitdaten relevant.

Die beiden Werkzeuge adressieren damit verschiedene Ebenen: Muse unterstützt den Arbeitsprozess im Unity Engine Editor, Sentis erweitert die Anwendungsschicht eines fertigen Projekts. Der Beta-Status war 2023 entscheidend, weil die angekündigten Funktionen noch nicht dem Umfang einer allgemein verfügbaren Produktionsversion entsprachen.

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