Dobot Atom: Humanoider Roboter kostet rund 27.500 US-Dollar

Das chinesische Unternehmen Dobot Robotics aus Shenzhen hat mit Atom seinen ersten humanoiden Roboter vorgestellt. Wie heise online berichtet, soll die Maschine umgerechnet rund 27.500 US-Dollar kosten und liegt damit deutlich unter dem Preis etablierter Konkurrenten wie dem Unitree H1, der mit rund 90.000 US-Dollar angesetzt ist.

28 Freiheitsgrade und feine Positioniergenauigkeit

Atom misst 1,53 Meter und verfügt ohne die Hände über 28 Freiheitsgrade. Dobot gibt die Positioniergenauigkeit der Gelenke mit plus/minus 0,05 Millimetern an. Aktuatoren, Bewegungssteuerung und die verbaute Sensorik hat das Unternehmen den eigenen Angaben zufolge selbst entwickelt und stützt sich dabei auf Erfahrungen aus dem Bau kollaborativer Roboterarme, mit denen Dobot bereits seit Jahren im Industriebereich aktiv ist.

Gestreckte Knie sollen Energie sparen

Anders als viele Konkurrenzmodelle steht Atom mit durchgestreckten statt angewinkelten Knien. Dobot zufolge lässt sich dadurch die Leistung der Bein-Aktuatoren im Stand kontinuierlich reduzieren, ohne dass der Roboter seine Fähigkeit verliert, unebenes Gelände zu bewältigen. In Summe soll der Energieverbrauch dadurch rund 42 Prozent unter dem vergleichbarer Konkurrenzmodelle liegen.

Einsatz in Haushalt, Büro und Industrie geplant

Dobot positioniert Atom als vielseitig einsetzbaren Roboter für Haushaltsaufgaben, Bürotätigkeiten sowie industrielle Anwendungen, die Präzision erfordern. Das 2015 gegründete Unternehmen ist bislang vor allem für kollaborative Roboterarme in der Fabrikautomatisierung bekannt und nutzt diese Basis nun, um mit einem humanoiden Modell in einen wachsenden, aber auch stark umkämpften Markt einzusteigen. Mit dem vergleichsweise niedrigen Preis will sich Dobot von High-End-Anbietern absetzen und auch für kleinere Betriebe attraktiv werden.

Serienproduktion für 2025 angekündigt

Die Massenproduktion von Atom soll laut Dobot im Jahr 2025 anlaufen. Ob der Roboter den anvisierten Preis in der Serienfertigung tatsächlich halten kann und wie zuverlässig die Technik im Dauereinsatz außerhalb kontrollierter Vorführbedingungen arbeitet, muss sich in den kommenden Monaten erst noch zeigen.

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