Die Meldung basiert auf der offiziellen Quelle von CD Projekt und Electronic Arts.
Die Spielefirmen CD Projekt und Electronic Arts haben ihre Verkäufe in Russland und Belarus eingestellt. Beide Unternehmen reagierten damit auf einen Appell des ukrainischen Vizepremierministers Mychajlo Fedorow, der internationale Firmen zum Boykott gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine aufgerufen hatte.
CD Projekt stoppt Verkauf über GOG
CD Projekt hat den Verkauf über den eigenen Store GOG an Kundinnen und Kunden in Russland und Belarus eingestellt. Betroffen sind damit auch die hauseigenen Titel des Unternehmens, darunter The Witcher 3 und Cyberpunk 2077, die plattformweit nicht mehr angeboten werden. Russland und Belarus machten nach Angaben des Unternehmens 5,4 Prozent der Produktverkäufe und 3,7 Prozent der Einnahmen von GOG aus.
CD Projekt erklärte dazu, man wisse, dass von dieser Entscheidung auch Spielerinnen und Spieler betroffen seien, die nichts mit der Invasion der Ukraine zu tun hätten. Das Unternehmen nahm die wirtschaftlichen Einbußen damit bewusst in Kauf, um ein politisches Zeichen zu setzen.
Electronic Arts zieht sich vollständig zurück
Electronic Arts ging noch weiter und stellte den Verkauf sämtlicher Spiele sowie digitaler Inhalte in beiden Ländern für die Dauer des Krieges ein. Käufe über die russische Version von Origin, über die EA App sowie über Ingame-Shops wurden deaktiviert. Zusätzlich arbeitete EA mit seinen Plattformpartnern zusammen, um eigene Titel aus deren Angeboten zu entfernen und Ingame-Transaktionen zu unterbinden. Bereits zuvor hatte EA russische Nationalmannschaften aus Sporttiteln wie FIFA 22 und NHL 22 entfernt.
Auswirkungen auf ukrainische Studios
Der Krieg traf auch ukrainische Entwicklungsstudios direkt. GSC Game World, das an Stalker 2 arbeitete, musste die Entwicklung vorübergehend unterbrechen. Auch 4A Games, bekannt für die Metro-Exodus-Reihe, sowie Frogwares, Entwickler der Sherlock-Holmes-Spielereihe, waren von den Kriegsereignissen unmittelbar betroffen.
Teil einer breiteren Bewegung in der Branche
CD Projekt und Electronic Arts reihten sich mit ihren Entscheidungen in eine wachsende Zahl internationaler Unternehmen ein, die nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs ihre Geschäftstätigkeit in Russland und Belarus einstellten oder einschränkten. In der Spielebranche folgten in den Tagen und Wochen danach weitere Publisher und Plattformbetreiber mit ähnlichen Maßnahmen, um wirtschaftlichen Druck auf die russische Führung auszuüben.
Quelle: heise.de
Auch Electronic Arts bestätigte den Verkaufsstopp für Russland und Belarus.
