Blender 3.1 bringt Performanceverbesserungen und Apple-Metal-Unterstützung

Die Meldung basiert auf der offiziellen Quelle von Blender Foundation.

Die Blender Foundation hat am 10. März 2022 Blender 3.1 veröffentlicht, die neue Version der kostenlosen und quelloffenen 3D-Software. Für Windows, Linux und macOS steht das Update kostenfrei zum Download bereit und bringt neben spürbaren Geschwindigkeitsgewinnen erstmals native Unterstützung für Apples M1-Chips mit.

Deutlich schnellerer Export und Rendering über Apple Metal

Der größte Sprung betrifft den OBJ-Export, der komplett in C++ neu geschrieben wurde. Je nach Komplexität der Szene soll die neue Implementierung bis zu zehnmal schneller arbeiten als zuvor. Für Nutzer von Apple-Rechnern mit M1-Chip bringt Blender 3.1 zudem Rendering über das Metal-Backend: Ab macOS 12.2 profitieren M1-Macs direkt von der GPU-Beschleunigung, AMD-Grafikkarten unter macOS werden ab Version 12.3 unterstützt. Für Studios und Freelancer, die 3D-Assets auf Apple-Hardware produzieren, verkürzt das Render- und Iterationszeiten spürbar.

Cycles rendert Punktwolken, Geometry Nodes werden schneller

Auch die Cycles-Renderengine bekommt neue Fähigkeiten: Sie kann jetzt Punktwolken direkt darstellen, das Denoising arbeitet temporal stabiler und extreme Weitwinkelobjektive werden physikalisch korrekt simuliert. Das Geometry-Nodes-System, mit dem sich prozedurale Objekte und Szenen aufbauen lassen, wächst um 19 neue Nodes und zeigt künftig die Performance pro einzelnem Node an, was die Fehlersuche in komplexen Node-Bäumen erleichtert. Hinzu kommt eine GPU-beschleunigte Berechnung von Subdivision Surfaces. Kleinere Verbesserungen an der Oberfläche, etwa Pie-Menüs und ein intuitiveres Drag-and-drop im Video-Editor, sowie ein Update der eingebetteten Python-Umgebung auf Version 3.10 runden das Release ab.

In der Gameentwicklung hat sich Blender als kostenlose Alternative zu kommerziellen 3D-Tools fest etabliert, von Indie-Teams bis zu Zulieferern größerer Produktionen. Die Performancegewinne beim Export und die native Apple-Silicon-Unterstützung wirken sich damit direkt auf reale Produktionspipelines aus, in denen Modelle aus Blender in Engines wie Unity oder Unreal Engine weiterverarbeitet werden.

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