Electronic Arts hat am 2. Dezember 2021 Pläne für ein vernetztes Battlefield-Universum vorgestellt. Mehrere Studios sollen künftig gemeinsam an Projekten arbeiten, die inhaltlich miteinander verknüpft sind. COO Laura Miele sagte dazu, EA sei „all-in“ bei Battlefield und wolle das Potenzial der Marke vollständig ausschöpfen.
Die Leitung der Serie übernimmt Vince Zampella, Mitgründer von Respawn Entertainment und einer der Erfinder von Call of Duty. Zampella bleibt gleichzeitig Chef von Respawn und beschrieb sein Ziel so: Es solle ein Battlefield-Universum mit mehreren miteinander verbundenen Projekten entstehen, in dessen Zentrum die Spieler stehen. Zampella hatte Activision und sein damaliges Studio Infinity Ward 2010 im Streit verlassen und danach bei Respawn unter anderem an Titanfall, Apex Legends und Star Wars Jedi: Fallen Order gearbeitet.
Wechsel an der DICE-Spitze
Mit der Neuausrichtung verlässt Oskar Gabrielson zum Jahresende seinen Posten als General Manager des Battlefield-Hauptstudios Dice. Nachfolgerin wird Rebecka Coutaz, zuvor Direktorin bei Ubisoft Annecy. Für den Aufbau der Spielwelt und der Handlung ist zudem Kreativchef Marcus Lehto zuständig, der als Mitschöpfer der Halo-Reihe gilt und zuvor bei Bungie an Destiny mitgearbeitet hatte. Lehto baut dafür ein neues Entwicklerteam in Seattle auf.
Neben Dice sollen laut EA mehrere weitere Studios an der Marke arbeiten. Dazu zählt Ripple Effect, das zuvor als Dice LA firmierte und den Editor-Modus Portal für Battlefield 2042 entwickelt hat. Ein eigenes Mobile-Studio soll 2022 den Ableger Battlefield Mobile veröffentlichen. Byron Beede, neu eingesetzter General Manager für Battlefield, betonte, EA verfolge einen langfristigen Plan für die Serie, kurzfristig liege der Fokus aber auf der Unterstützung von Battlefield 2042.
Konkrete Inhalte offen
Details zu den geplanten Battlefield-Projekten nannte EA zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht. Unklar blieb insbesondere, ob mit dem Universum ausgewachsene Solo-Kampagnen oder eher kürzere, handlungsbasierte Erlebnisse gemeint sind. Das von Lehto geleitete Studio wurde später unter dem Namen Ridgeline Games öffentlich vorgestellt.