Der Deutsche Computerspielpreis 2022 wird am 31. März 2022 in München verliehen, in diesem Jahr erstmals mit mehreren Neuerungen bei Kategorien und Bewertungskriterien. Die Bundesregierung stellt für den Preis insgesamt 800.000 Euro Preisgeld bereit, verteilt auf 16 Kategorien. Die Veranstaltung findet als Hybrid-Event vor Ort und im Livestream statt.
Neue Kategorie würdigt Browser- und Mobile-Games
Mit „Bestes Live-Game“ führt der Deutsche Computerspielpreis eine Kategorie ein, die gezielt Browser-, Online- und Smartphone-Spiele auszeichnet. Diese Titel gingen bei den bisherigen Auszeichnungen meist leer aus, obwohl sie einen großen Teil des deutschen Marktes ausmachen. Auch die Kategorie Studio des Jahres wird reformiert: Bewertet werden künftig neben der reinen Produktqualität auch Unternehmensentwicklung, Innovationskraft, soziale Verantwortung und die Qualität als Arbeitgeber.
Publikum und Jury künftig etwa gleichgewichtet
Bei der Kategorie Spielerin/Spieler des Jahres reagieren die Veranstalter auf Kritik aus den Vorjahren: Publikums- und Jurystimmen werden künftig etwa gleich gewichtet, damit Reichweiten großer Influencer nicht mehr den Ausschlag geben. Neu in den Statuten verankert ist außerdem eine Regel zur Geschäftsmodell-Neutralität, wonach das Geschäftsmodell eines Spiels grundsätzlich keine Rolle für dessen Preiswürdigkeit spielen darf, unabhängig davon, ob es sich um Free-to-play, Abo oder klassischen Vollpreis handelt.
456 Einreichungen, 32-köpfige Jury unter Odile Limpach
Die Bewerbungsfrist endete am 17. Januar 2022 mit 456 Einreichungen, gut 100 mehr als im Vorjahr. Über die Preisträger entscheidet eine 32-köpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Odile Limpach, die sich am 3. März 2022 zur Sitzung trifft. Neben Vertretern der Fachjury gehören der Hauptjury unter anderem die SPD-Bundestagsabgeordnete Anna Kassautzki, Dr. Nadine Plath von der Berliner Senatskanzlei, Synchronsprecherin Flavia Vinzens sowie Blind-Guardian-Leadgitarrist André Olbrich an.
