Die Video Game History Foundation kritisierte im Februar 2022 Nintendos angekündigte Schließung der eShops für Wii U und Nintendo 3DS. Nintendo hatte zuvor mitgeteilt, dass Käufe in den digitalen Läden ab Ende März 2023 nicht mehr möglich sein sollten. Die offizielle Nintendo-Mitteilung dokumentierte die geplanten Schritte.
Aus Sicht der Stiftung erschwert die Einstellung den Zugang zu Spielen, die nie auf physischen Datenträgern erschienen sind. Besonders problematisch sei, dass mit der Verkaufsfunktion auch ein wichtiger legaler Verbreitungsweg für ältere Produktionen wegfalle. Ein früherer XboxDev-Beitrag behandelte bereits die Bedeutung digitaler Plattformen für den Spielevertrieb.
Archivierung braucht Zugang und Rechte
Die Stiftung unterschied zwischen dem Recht eines Unternehmens, einen Dienst zu beenden, und der Frage, ob Spiele dadurch dauerhaft aus dem legalen Angebot verschwinden. Für Bibliotheken, Archive und Forschungseinrichtungen sei deshalb wichtig, dass technische und rechtliche Rahmenbedingungen eine Sicherung historischer Software erlauben.
Nintendo nannte die Schließung den natürlichen Lebenszyklus der Plattformen und verwies auf einen langen Vorlauf. Die Foundation stellte dem die Perspektive der Spieleerhaltung gegenüber. Beide Aussagen beschreiben unterschiedliche Interessen: den Betrieb eines auslaufenden Shops auf der einen und den dauerhaften Zugang zu digital veröffentlichten Spielen auf der anderen Seite.
