Higgsfield startet Vibe Motion: KI-Motion-Design mit Anthropics Claude im Hintergrund

Der KI-Videoanbieter Higgsfield hat am 27. Januar 2026 mit Vibe Motion ein neues Werkzeug für automatisiertes Motion Design vorgestellt. Anders als klassische, pixelbasierte KI-Videogeneratoren erzeugt Vibe Motion strukturierte, bearbeitbare Animationsdateien samt zugrunde liegendem Code, die sich ohne komplette Neuberechnung nachträglich anpassen lassen.

Steuerung per Konversation statt Timeline

Statt in einer klassischen Timeline zu schneiden, beschreiben Nutzer ihre gewünschte Animation in einem Chat-Fenster und laden Logos, Bilder oder PDFs als Ausgangsmaterial hoch. Vibe Motion bietet zusätzlich vorgefertigte Vorlagen mit fertiger Animationslogik an, die sich über Regler für Typografie, Farben und Geschwindigkeit in Echtzeit weiter verfeinern lassen. Higgsfield positioniert das Werkzeug für Infografiken mit animierten Kennzahlen, Investoren- und Produktpräsentationen sowie wiederkehrende Markenanimationen, bei denen Konsistenz über mehrere Formate hinweg wichtiger ist als freie visuelle Effekte.

Nach Angaben von Higgsfield basiert die technische Grundlage unter anderem auf der Open-Source-Videobibliothek Remotion, mit der sich Animationen programmatisch als Code erzeugen lassen. Für die Konversationssteuerung setzt Higgsfield auf Anthropics Sprachmodell Claude, das über eine eigene Model-Context-Protocol-Anbindung mit mehreren Videomodellen wie Soul, Veo, Kling und Seedance kommuniziert und je nach Aufgabe das passende Modell auswählt, ohne dass Nutzer manuell zwischen den Werkzeugen wechseln müssen.

Kostenloser Einstieg, kostenpflichtige Stufen

Vibe Motion steht mit einer kostenlosen Einstiegsstufe zur Verfügung, weitere Funktionsumfänge sind über monatliche Abonnements freigeschaltet. Der KI-Kommentator Alvaro Cintas griff die Veröffentlichung Anfang Februar 2026 auf und beschrieb das Werkzeug als ersten KI-Video-Editor, der laut eigener Aussage vor dem Rendern erst nachdenkt, bevor er hochwertige Motion Graphics zu einem Bruchteil der Kosten klassischer Motion-Design-Teams erzeugt.

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