Microsoft hat am 2. Juni 2026 im Rahmen der Entwicklerkonferenz Build 2026 mit der Surface RTX Spark Dev Box einen eigenen Desktop-Rechner für lokale KI-Entwicklung vorgestellt. Das Gerät basiert auf dem Nvidia-RTX-Spark-Superchip und richtet sich an Entwickler, die KI-Modelle ohne Cloud-Anbindung direkt auf dem eigenen Schreibtisch trainieren und testen wollen.
Blackwell-GPU und Grace-CPU auf einem Chip
Der RTX-Spark-Superchip kombiniert eine Nvidia-Blackwell-GPU mit einer Grace-CPU auf Arm-Basis und wird im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt. Microsoft gibt für die Kombination bis zu ein Petaflop KI-Rechenleistung sowie 128 Gigabyte gemeinsam genutzten Arbeitsspeicher an. Damit sollen sich Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern und Kontextfenstern von bis zu einer Million Tokens lokal ausführen lassen, ohne dass Entwickler auf Cloud-Rechenzentren angewiesen sind.
Vorkonfiguriert für Entwickler
Die Dev Box läuft mit Windows 11 Pro und bringt Werkzeuge wie Visual Studio Code, GitHub Copilot, Git, Python und Node.js bereits vorinstalliert mit. Das eloxierte Aluminiumgehäuse ist mit rund 1.000 Lüftungsöffnungen versehen, die zugleich als Verweis auf die genannten 1.000 Teraflops Rechenleistung dienen, und fungiert bei einer Leistungsaufnahme von 100 Watt selbst als Kühlkörper.
Die Surface RTX Spark Dev Box soll noch in diesem Jahr zunächst exklusiv in den USA über Microsoft.com verkauft werden, einen Preis nannte Microsoft bislang nicht. Parallel wollen Hersteller wie Asus, Dell, HP, Lenovo und MSI ab Herbst 2026 eigene Geräte mit dem RTX-Spark-Chip auf den Markt bringen.
