Reinhard Gratl gibt seinen Posten als Finanzchef von Plaion auf. Der Manager war seit 1997 für das Unternehmen tätig, das damals noch als Koch Media firmierte. Als Grund für den kurzfristigen Abgang nennt Gratl persönliche Beweggründe und den Wunsch, sich selbstständig zu machen.
Gratls Rückzug folgt kurz nach dem Abschied von Langzeit-Chef Klemens Kundratitz. Mit dem neuen Vorstandschef Phil Rogers stellt sich die Führung von Plaion damit weitgehend neu auf. Der Publisher beschäftigt mehr als 2.200 Menschen und setzt rund 700 Millionen Euro um.
Der Umbau steht im Zusammenhang mit der Restrukturierung der schwedischen Muttergesellschaft Embracer, die mit Studioschließungen, Projektstopps und Stellenabbau einhergeht. Plaion soll bis Jahresende in die Einheit Fellowship Entertainment überführt werden, in die Embracer Teile seines Restgeschäfts bündelt. Zum Portfolio gehören Studios wie Warhorse mit Kingdom Come: Deliverance und Dambuster mit Dead Island 2. Über den Wechsel berichtet der Tiroler Tageszeitung.
