Entwickler-Demo: Gemini 3 baut als KI-Agent eine Szene in der Unreal Engine

Ein unabhängiger Entwickler, der auf X unter dem Namen kvickart auftritt, hat Googles Sprachmodell Gemini 3 als steuernden Agenten in der Unreal Engine vorgeführt. In einem ungeschnittenen Video baut das Modell eine kleine Burgszene direkt im Unreal Editor auf. Laut dem Entwickler handelt es sich um den zweiten Test mit Gemini im Editor, das zugehörige Plugin entsteht seit März.

Funktionsaufrufe steuern den Editor

Das Plugin bindet verschiedene Sprachmodelle über Funktionsaufrufe an und lässt sie Python-Code im Editor ausführen. Nach Angaben des Entwicklers wurden alle größeren Versionen von Claude, Grok, GPT und Gemini getestet. Gemini 2.5 habe dabei am zuverlässigsten als Agent gearbeitet, Version 3.0 sei ein spürbarer Fortschritt und arbeite deutlich schneller als frühere Modelle. Die Demonstration ist auf X einsehbar.

Grenzen zeigt der Test bei der räumlichen Logik. Objekte landeten teils an unsinnigen Positionen, eine falsch rotierte Sonne erkannte das Modell auch nach Hinweis nicht, und Elemente durchdrangen sich gegenseitig. Dass Gemini 3 korrekt Python im Editor ausführt, wertet der Entwickler dennoch als großen Fortschritt gegenüber bisherigen Versuchen.

Solche Experimente reihen sich in eine breitere Öffnung der Engine für KI-Werkzeuge ein. Epic Games hatte zuvor mit dem Unreal Model Context Protocol eine Schnittstelle vorgestellt, über die Modelle wie Claude direkt mit dem Editor kommunizieren können. Wie Epic die Engine für KI-Modelle geöffnet hat, ist in einem gesonderten Bericht zu Unreal MCP dokumentiert.

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