Unity hat in einem Blogbeitrag dargelegt, wie belohnungsbasierte Werbeformate die Monetarisierung von Mobile-Games prägen. Im Zentrum steht das Modell des Wertetauschs zwischen Publishern, Werbetreibenden und Spielern.
Eine tragende Rolle spielt dabei die Offerwall, ein freiwilliger In-App-Marktplatz, auf dem Nutzer Angebote auswählen und im Gegenzug Belohnungen erhalten. Das Format fügt sich nach Unitys Darstellung wie ein In-Game-Shop in das Spieldesign ein und überlässt den Spielern die Entscheidung, welche Angebote sie wahrnehmen.
Höhere Bindung und steigende Umsätze
Nach Unitys Zahlen liegt der durchschnittliche CPM bei Offerwalls deutlich über dem von Rewarded Videos. Nutzer, die mit der Offerwall interagieren, weisen am 14. Tag eine 3,8-fach und am 60. Tag eine 4,9-fach höhere Bindung auf als Spieler ohne Kontakt zum Format. Als Beispiel nennt Unity das Spiel Merge Sweets von Springcomes, dessen Installationen nach einer Offerwall-Kampagne um 300 Prozent zulegten, während die Umsätze aus In-App-Käufen am siebten Tag um 18 Prozent stiegen.
Die Befürchtung, kostenlos vergebene Premium-Währung könnte die Ausgaben dämpfen, weist Unity unter Verweis auf eigene Daten zurück. Spieler, die zunächst Zeit statt Geld investieren, erhielten einen Vorgeschmack auf Premium-Inhalte und gäben in der Folge eher Geld aus. Die ausführliche Darstellung steht im Unity-Blog.
Unterschiede zwischen mobilen Titeln und großen Live-Service-Produktionen beleuchtete bereits ein Vortrag der GDC 2025.
