Start Entwicklung Unity 2019 LTS veröffentlicht: Long-Term-Support-Linie bündelt drei Tech-Streams

Unity 2019 LTS veröffentlicht: Long-Term-Support-Linie bündelt drei Tech-Streams

0
Unity 2019 LTS veröffentlicht: Long-Term-Support-Linie bündelt drei Tech-Streams
Unity 2019 LTS veroeffentlicht: Long-Term-Support-Linie buendelt drei Tech-Streams - Bild: Unity

Unity Technologies hat am 10. Juni 2020 die Long-Term-Support-Version Unity 2019 LTS (Versionsnummer 2019.4) freigegeben. Die Linie bündelt die Funktionen der drei vorangegangenen Tech-Streams 2019.1, 2019.2 und 2019.3 und stellt damit einen konsolidierten Stand der Engine bereit, der über einen festen Zeitraum gepflegt wird. Gegenüber Unity 2019.3 bringt die LTS-Fassung keine neuen Funktionen mit, sondern ausschließlich Korrekturen.

Laut Unity erhält die Version zwei Jahre lang regelmäßige Fixes. Vorgesehen sind in diesem Zeitraum laufende Korrekturen, darunter Rückportierungen aus den nachfolgenden Tech-Streams 2020.1 und 2020.2. Die Pflege beschränkt sich auf Fehlerbehebungen für Abstürze, Regressionen sowie auf Probleme, die einen breiten Teil der Entwicklerbasis betreffen oder die Auslieferung von Titeln blockieren.

Stabilität als Leitlinie des LTS-Modells

Das Long-Term-Support-Konzept trennt zwei Entwicklungslinien. Die Tech-Streams im Jahresverlauf führen neue Funktionen ein und dienen als Plattform für aktuelle Technik, tragen aber das Risiko von Regressionen und API-Änderungen zwischen den Ausgaben. Die LTS-Fassung friert den Funktionsstand am Ende eines Zyklus ein und konzentriert die weitere Arbeit auf Stabilität. Für Studios bedeutet das eine planbare Grundlage über die gesamte Produktionsphase eines Projekts, ohne dass eingespielte Pipelines durch neue Features gestört werden.

Unity beschreibt die Linie als Fassung mit stabilen, hochwertigen Funktionen, die zwei Jahre Unterstützung erhalten. Der Verzicht auf neue Funktionen ist dabei beabsichtigt. Wer auf der LTS-Version bleibt, erhält Korrekturen ohne den Aufwand, eine bestehende Codebasis fortlaufend an einen wechselnden Funktionsumfang anzupassen. Den umgekehrten Weg, neue Technik möglichst früh in die Produktion zu holen, beschreitet etwa Epic mit den jährlichen Unreal-Engine-Versionen, die Rendering und Werkzeuge laufend erweitern.

Was die LTS-Linie für Studios mit Xbox-Titeln bedeutet

Für mittelgroße Studios mit Xbox-Titeln stellt sich die Wahl zwischen Stabilität und Feature-Aktualität konkret. Projekte in fortgeschrittener Produktion oder vor der Zertifizierung profitieren von einer eingefrorenen, über zwei Jahre gepflegten Basis, da Konsolen-Builds einen verlässlichen Engine-Stand voraussetzen und Korrekturen für Konsolen-SDKs in den Pflegezyklus einfließen können. Teams, die auf neue Rendering- oder Werkzeugfunktionen angewiesen sind, bleiben demgegenüber auf die Tech-Streams verwiesen und nehmen dafür ein höheres Änderungsrisiko in Kauf.

Gerade für kleine Teams kann eine fest gepflegte Engine-Basis den Unterschied machen, wie das Beispiel von Meccha Chameleon zeigt, das eine ganze Produktion auf einem stabilen Fundament stemmt. Die Veröffentlichung von Unity 2019 LTS fiel zudem in eine Phase, in der die Branche den Wechsel auf die kommende Konsolengeneration vorbereitete. Eine über zwei Jahre gestützte Engine-Linie erlaubt es Studios, laufende Projekte auf einem festen Fundament abzuschließen, während die parallel weiterlaufenden Tech-Streams den Zugang zu neueren Technikbausteinen offenhalten.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein