Microsoft hat am 19. März 2020 DirectX 12 Ultimate vorgestellt. Der gemeinsame Standard für Windows-PCs und Xbox Series X bündelt DirectX Raytracing 1.1, Variable Rate Shading, Mesh Shaders und Sampler Feedback.
Gemeinsame Feature-Basis für PC und Xbox
DirectX 12 Ultimate soll Entwicklern eine einheitliche Zielplattform für die nächste Generation von Spielen geben. Microsoft nennt neben der Hardware-Unterstützung auch Werkzeuge wie PIX und den Open-Source-HLSL-Compiler als Bestandteile des Entwicklungsökosystems.
Die offizielle Getting-Started-Anleitung beschreibt die für Entwickler relevanten Voraussetzungen, darunter Windows 10 Version 2004, das Windows 10 SDK und erste Samples für VRS, DXR und Mesh Shaders. Der Standard baut auf den zuvor angekündigten DirectX-Raytracing-Erweiterungen auf.
Vier Grafikfunktionen im gemeinsamen Paket
DirectX Raytracing 1.1 erweitert die Möglichkeiten für Echtzeitbeleuchtung und bietet unter anderem Inline-Raytracing. Variable Rate Shading erlaubt es, die Berechnung auf Bildbereiche mit unterschiedlicher Gewichtung zu verteilen. Mesh Shaders ersetzen Teile der klassischen Geometriepipeline durch flexiblere, programmierbare Verarbeitung.
Sampler Feedback unterstützt beim Streaming von Texturen, indem die tatsächlich benötigten Bereiche erfasst werden. Zusammen sollen die Funktionen detailliertere Welten, effizientere Rendering-Pipelines und eine bessere Nutzung moderner GPU-Hardware ermöglichen. Bestehende Hardware ohne vollständige DX12-Ultimate-Unterstützung bleibt laut Microsoft mit kommenden Spielen kompatibel, erreicht aber nicht alle visuellen Vorteile.