Start Hardware Sony GJ2020-Abschluss: PS5 erreicht 7,8 Millionen Einheiten und übertrifft den PS4-Launchjahr-Rekord

Sony GJ2020-Abschluss: PS5 erreicht 7,8 Millionen Einheiten und übertrifft den PS4-Launchjahr-Rekord

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Sony GJ2020-Abschluss: PS5 erreicht 7,8 Millionen Einheiten und übertrifft den PS4-Launchjahr-Rekord

Die Sony Group Corporation hat am 28. April 2021 ihren Geschäftsjahresabschluss zum 31. März 2021 vorgelegt und darin eine kumulierte Absatzzahl von 7,8 Millionen PlayStation 5 im ersten Fiskaljahr ausgewiesen. Damit liegt die Konsole trotz anhaltender Lieferengpässe knapp über dem Vergleichswert der PlayStation 4, die im entsprechenden Startzeitraum 7,6 Millionen Einheiten erreicht hatte. Allein im vierten Quartal des Geschäftsjahres entfielen rund 3,3 Millionen Einheiten auf die PS5.

Die Sparte Game & Network Services (G&NS) verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund 2.656 Milliarden Yen. Das ist der höchste Wert in der Geschichte des PlayStation-Geschäfts. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert maßgeblich aus dem Hardware-Start, dem Verkauf von Peripherie und Zubehör sowie aus dem Software- und Netzwerkgeschäft. Die Zahl der verkauften Spiele überschritt laut Sony die Marke von 330 Millionen Einheiten.

Knappes Angebot, knapper Vorsprung

Der Vorsprung von 0,2 Millionen Einheiten gegenüber dem PS4-Startzeitraum bleibt absolut betrachtet gering. Unter den gegebenen Umständen fällt er trotzdem ins Gewicht. Die globale Halbleiterknappheit begrenzte im fraglichen Zeitraum die Fertigungskapazitäten für SoCs auf Basis der RDNA-2-Architektur, ebenso wie für die zugehörigen Speicher- und Spannungswandlerkomponenten. Dass Sony den Absatz der vorherigen Generation übertraf, lässt vermuten, dass nicht die Nachfrage, sondern die Produktionsseite den limitierenden Faktor bildete. Verkauft wurde über weite Strecken am Rand der Lieferfähigkeit.

Bemerkenswert ist die Ertragslage der G&NS-Sparte. In früheren Konsolenstarts ging der operative Gewinn der Gaming-Einheit regelmäßig zurück, weil die Hardware zum Start unterhalb der Herstellkosten verkauft wurde. Im Geschäftsjahr 2020 stützten das wachsende Software- und Netzwerkgeschäft sowie die hohe Auslastung digitaler Erlösquellen das Segmentergebnis. Der für Launchjahre typische Gewinneinbruch fiel dadurch geringer aus. Das Gewicht verschiebt sich von der reinen Hardware-Marge hin zu wiederkehrenden Umsätzen aus Diensten und Inhalten.

Was die Zahlen für Microsofts Hardware-Roadmap bedeuten

Sony und Microsoft starteten ihre Konsolen der aktuellen Generation im selben Zeitfenster und mit vergleichbaren Engpässen in der Beschaffung, da beide Plattformen auf maßgeschneiderte AMD-Halbleiter setzen. Der höhere ausgewiesene Stückzahlabsatz der PS5 verweist auf Unterschiede in der Allokation von Fertigungskapazitäten und in der Priorisierung von Wafer-Kontingenten. Microsoft veröffentlicht für Xbox Series X und Series S keine vergleichbar granularen Hardware-Stückzahlen, was einen direkten Abgleich erschwert und die Betrachtung auf Umsatz- und Nutzungskennzahlen verlagert.

Für beide Anbieter wächst die Bedeutung des Dienstgeschäfts gegenüber dem reinen Geräteverkauf. Sony baut die installierte Basis als Hebel für PlayStation-Plus- und Store-Umsätze aus. Microsoft verfolgt mit dem Abo- und Cloud-Modell einen Ansatz, der die Bindung an eine bestimmte Hardware lockert. Der PS5-Start zeigt, dass sich selbst bei knappem Angebot eine breite Basis aufbauen lässt, sofern die Lieferkette die Stückzahlen trägt. Genau diese Voraussetzung bildet den zentralen Engpass für die Hardware-Roadmap beider Wettbewerber im laufenden Generationszyklus.

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