GPD Win Max 2 (2025) startet auf Indiegogo: Ryzen AI 9 HX 370, bis zu 64 GB RAM und Oculink-eGPU-Anschluss

Der chinesische Hersteller GPD hat am 26. September 2024 die Crowdfunding-Kampagne für den GPD Win Max 2 (2025) auf Indiegogo gestartet. Das Gerät positioniert sich als 10,1-Zoll-Mini-Laptop im Handheld-Format. Es kombiniert AMDs Strix-Point-Prozessor Ryzen AI 9 HX 370 mit einem fest verbauten Tastatur- und Touchpad-Modul sowie integrierten Gaming-Bedienelementen. Die höchste angebotene Konfiguration mit 64 GB Arbeitsspeicher und 2 TB SSD liegt bei 1.462 US-Dollar.

Strix Point, USB4 und Oculink für externe Grafikleistung

Im Zentrum steht der Ryzen AI 9 HX 370 mit zwölf Kernen und 24 Threads. Er taktet mit bis zu 5,1 GHz und bringt die integrierte Radeon-890M-Grafik mit. Als Arbeitsspeicher kommt LPDDR5x mit 7500 MT/s in den Ausbaustufen 16, 32 und 64 GB zum Einsatz. Das 10,1-Zoll-IPS-Display mit einem Seitenverhältnis von 16:10 löst standardmäßig mit 1920 mal 1200 Bildpunkten auf und unterstützt bis zu 2560 mal 1600 Pixel.

Bei der Anbindung externer Peripherie setzt GPD auf zwei USB4-Ports mit jeweils 40 Gbit/s. Hinzu kommt ein Oculink-Anschluss nach SFF-8612 mit PCIe-Direktverbindung und rund 63 Gbit/s effektiver Bandbreite, der das hauseigene eGPU-Dock GPD G1 ansteuert. So lässt sich das mobile Gerät im stationären Betrieb um eine externe Grafikkarte erweitern. Den Antrieb übernimmt ein 67-Wh-Akku, den GPD für Videowiedergabe und Alltagsaufgaben mit bis zu neun Stunden Laufzeit angibt. Eine vergleichbare Verbindung von Windows-Plattform und Konsolen-Komfort verfolgt auch Asus mit der ROG Xbox Ally X20, allerdings im klassischen Querformat ohne Tastatur.

Offene Begründung der Crowdfunding-Strategie

Auffällig ist die Transparenz, mit der GPD die Wahl der Plattform erklärt. Laut Kampagnentext erfordert der Start des Win Max 2 (2025) hohe finanzielle Vorleistungen in Forschung und Entwicklung, in die Werkzeug- und Formenentwicklung sowie in die Materialbeschaffung. Sämtliche eingeworbenen Mittel sollen in die Serienfertigung des Geräts fließen. Damit gewährt der Hersteller einen seltenen Einblick in die Finanzierungsrealität kleiner Hardware-Anbieter, für die Crowdfunding weniger Marketinginstrument als Vorfinanzierung der Produktion ist. Während etablierte Marken wie Asus auf der Computex ganze Produktlinien präsentieren, muss ein Nischenanbieter die Serienfertigung erst absichern.

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