Blizzard Entertainment hat die erste vollwertige Premium-Erweiterung für Diablo IV veröffentlicht. Vessel of Hatred startet am 7. Oktober 2024 um 16 Uhr PDT auf Xbox Series X und S, Xbox One, PlayStation 5, PlayStation 4 sowie auf dem PC über Battle.net und Steam. Auf den Konsolen war ein Vorabdownload ab dem 5. Oktober möglich. Die Erweiterung ergänzt den Live-Service-Titel um eine neue Klasse, eine neue Region und ein Begleitersystem. Der Start fällt zeitgleich mit dem Beginn einer neuen Season.
Spiritborn-Klasse und Region Nahantu als Kern der Erweiterung
Im Zentrum von Vessel of Hatred steht die Spiritborn-Klasse, die erste neue Klasse seit dem Release des Hauptspiels. Sie stützt sich auf vier Geistwächter, deren Fähigkeiten unterschiedliche Spielstile abdecken. Schauplatz ist die neue Region Nahantu, ein von Korruption durchzogenes Dschungelgebiet mit eigenen Dungeons, Festungen, Nebenquests und neuen Monsterfamilien. Mit dem Begleitersystem Mercenaries führt Blizzard steuerbare Verbündete ein, die im Kampf unterstützen und über eigene Fähigkeiten verfügen. Hinzu kommen die Kurast-Unterstadt sowie das Runenwort-System.
Begleitend zum Release passt Blizzard die Progressionsstruktur an. Die maximale Charakterstufe sinkt auf 60, während die Obergrenze für Paragon-Punkte auf 300 steigt. Die Zahl der verfügbaren Charakterplätze wächst um sechs. Der Dark-Citadel-Dungeon als kooperativer Endgame-Inhalt ist im Zeitfenster vom 8. Oktober bis 8. November zugänglich.
Saison-Modell und Geschäftsmodell unter dem Microsoft-Dach
Parallel zur Erweiterung startet eine neue Season mit eigenem Battle Pass, frischen Belohnungen und einem Reputations-Board. Blizzard verschränkt damit das wiederkehrende Saison-Modell mit dem einmaligen Verkauf der Premium-Erweiterung, die in den Editionen Standard, Deluxe und Ultimate sowie in der Age-of-Hatred-Collection mit dem Basisspiel angeboten wird. Für den seit der Übernahme zu Microsoft gehörenden Publisher ist Vessel of Hatred der erste große kostenpflichtige Inhaltsblock, der das Diablo-IV-Geschäftsmodell über den reinen Spielverkauf hinaus erweitert und an die bestehende Season-Mechanik koppelt. Wie stark Blizzard zum Konzernergebnis beiträgt, zeigte sich zuletzt darin, dass das Studio das Xbox-Geschäft gestützt haben soll.