Starfield: Shattered Space erscheint am 30. September 2024 als erstes kostenpflichtiges Story-Addon

Bethesda Game Studios bringt mit Shattered Space die erste große kostenpflichtige Erweiterung für das Weltraum-Rollenspiel Starfield. Wie der Entwickler am 30. September 2024 bestätigt hat, dreht sich das Addon vollständig um den Planeten Va’ruun’kai, die Heimatwelt der bislang nur am Rande beleuchteten Fraktion House Va’ruun. Das Story-Addon erscheint für Xbox Series X und Series S sowie für den PC und wird zum Preis von 29,99 US-Dollar separat verkauft.

Inhaltlich verlagert Shattered Space den Schwerpunkt von der prozedural generierten Weite des Basisspiels hin zu einem handgebauten, geschlossenen Schauplatz. Va’ruun’kai dient als zentraler Ort einer neuen Questreihe rund um die religiös geprägte Fraktion House Va’ruun, deren Mythologie im Hauptspiel nur angedeutet wurde. Dieser handgebaute Ansatz knüpft an die Arbeitsweise an, die das Studio bereits in seinem Quest-Design von Skyrim bis Starfield beschrieben hat. Damit reagiert Bethesda auf die Kritik vieler Spieler, die nach dem Launch im September 2023 bemängelten, dass die Erkundung der zahlreichen Planeten wenig kuratierten Inhalt bot.

Monetarisierung über gestaffelte Editionen

Die Vermarktung folgt einem gestaffelten Modell. Wer beim Verkaufsstart von Starfield die höherpreisige Premium Edition oder die Constellation Edition erworben oder später den Premium Upgrade als Zusatzinhalt gekauft hat, erhält Shattered Space ohne weitere Kosten. Alle übrigen Spieler müssen die Erweiterung für 29,99 US-Dollar gesondert kaufen. Bethesda bindet damit frühe Käufer, die bereits vor Release in die teureren Pakete investiert haben, und schafft zugleich einen zusätzlichen Verkaufsanreiz für die breite Käuferschaft des Standardspiels.

Auffällig ist der Umgang mit dem Xbox Game Pass. Während das Basisspiel seit dem Start im Abonnement enthalten ist und Day-one verfügbar war, gilt das nicht für Shattered Space. Die Erweiterung ist nicht Teil des Game-Pass-Katalogs und muss von Abonnenten separat erworben werden. Mitglieder erhalten lediglich einen Rabatt von zehn Prozent auf den Kaufpreis. So nutzt Bethesda das Abonnement als Plattform für Reichweite, behält die kostenpflichtige Erweiterung jedoch als eigenständige Einnahmequelle außerhalb des Abomodells.

Langfristige Bindung als Ziel

Die Strategie zielt erkennbar darauf, Starfield über den durchwachsenen Basis-Launch hinaus als langfristig gepflegtes Produkt zu etablieren. Mit einem klar abgegrenzten, narrativ dichten Schauplatz adressiert Bethesda die Kritik an der Beliebigkeit der offenen Spielwelt. Zugleich liefert das Addon den ersten Beleg dafür, dass das Studio den Titel über kostenpflichtige Inhalte weiter monetarisieren will. Für Microsoft als Eigentümer von ZeniMax und Bethesda ergibt sich ein doppelter Hebel: Reichweite über den Game Pass und direkte Umsätze über den Verkauf der Erweiterung an die bestehende Spielerbasis.

Die Angaben basieren auf der offiziellen Quelle.

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