Die Corsair-Marke Elgato hat am 28. März 2024 die Facecam MK.2 angekündigt, eine vollständig neugestaltete Streamer-Webcam mit nativer 1080p60-Auflösung. Die zweite Generation tritt die Nachfolge der 2021 eingeführten Facecam an und ergänzt die Bildkette um High Dynamic Range bei 60 Bildern pro Sekunde. Im Blick hat Elgato dabei Creator-Stationen, an denen Webcam, Capture-Hardware und Software bereits im eigenen Ökosystem zusammenlaufen, etwa bei der parallelen Nutzung von Xbox-Konsolen und PC am selben Arbeitsplatz. Zur passenden Aufnahmeseite gehört dort oft ein Gerät wie der Game Capture 4K S.
Im Zentrum steht ein Sony-STARVIS-CMOS-Sensor im Format 1/2,5 Zoll, kombiniert mit einer Optik von f/2,4 und einem diagonalen Sichtfeld von 84 Grad. Der Fokusbereich reicht von 30 bis 120 Zentimetern, die Brennweite entspricht 24 Millimetern im Kleinbildäquivalent. Die Anbindung erfolgt über USB Type-C, wobei unkomprimierte Videoausgabe via USB 3.0 möglich ist. Neben der HDR-Aufnahme bei voller HD-Auflösung erlaubt die Kamera eine Zeitlupenaufnahme mit 120 Bildern pro Sekunde in 720p. Steuerung und Bildanpassung laufen über die kostenlose Software Camera Hub, die Schwenk-, Neige- und Zoomfunktionen sowie manuelle Belichtungsparameter bereitstellt.
Kompakter Formfaktor und mechanischer Sichtschutz
Gegenüber dem Vorgänger fällt das Gehäuse flacher aus. Das überarbeitete Low-Profile-Design verringert die Bautiefe und macht die Kamera am Monitorrand weniger sichtbar. Ein mechanischer Privacy-Shutter, der beim Erstmodell von 2021 noch fehlte, deckt die Linse bei Nichtgebrauch physisch ab. Die Montage erfolgt über ein neugestaltetes Mount-System mit Standardgewinde, das die Befestigung an Auslegerarmen und Rigs unterstützt. Elgato nennt zudem eine verbesserte Empfindlichkeit bei schwachem Licht und eine genauere Farbwiedergabe als Argumente für die zweite Generation. Im selben Segment bewegt sich etwa die Razer Kiyo V2.
Gesenkte UVP gegenüber dem Vorgänger
Auffällig ist die Preisgestaltung. Elgato ruft für die Facecam MK.2 eine unverbindliche Preisempfehlung von 149,99 US-Dollar auf und unterbietet damit die ursprüngliche Facecam, die zum Start mit 199 US-Dollar gelistet war. Die Senkung um 50 US-Dollar erfolgt trotz des zusätzlichen HDR-Funktionsumfangs und des mechanischen Sichtschutzes. Bestellbar war die Webcam ab dem Ankündigungstag, eine breitere Verfügbarkeit im Handel folgte nach Angaben des Herstellers. Mit der niedrigeren Einstiegshürde positioniert Elgato das Gerät als HDR-fähige Alternative im Segment der dedizierten Creator-Webcams.
