Qualcomm hat in seinem Rückblick auf den Mobile World Congress 2025 das Nothing Phone (3a) als Beispiel für Mittelklasse-Hardware mit Gaming-Fokus herausgestellt. In dem am 13. März 2025 veröffentlichten Beitrag heißt es, das mit Snapdragon Elite Gaming ausgestattete Phone (3a) liefere stabilere Frameraten bei längeren Spielesitzungen. Angetrieben wird das Gerät vom Snapdragon 7s Gen 3, einer Mittelklasse-Plattform, die Qualcomm in Barcelona neben Geräten mit Snapdragon 8 Elite und Snapdragon X positionierte.
Nothing hatte die Phone-(3a)-Reihe am 4. März 2025 vorgestellt; der Marktstart folgte am 11. März. Der Snapdragon 7s Gen 3 (Qualcomm SM7635) wird im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt und kombiniert eine Octa-Core-CPU auf Basis von Cortex-A720- und Cortex-A520-Kernen mit der Adreno-810-Grafikeinheit. Das Display arbeitet mit 120 Hertz. Damit zielt die Plattform auf eine Preisklasse, in der bislang vor allem MediaTek-Lösungen verbreitet waren; Nothing war bei der 2a-Reihe noch auf MediaTek-Chips ausgewichen.
Snapdragon Elite Gaming wandert in die Mittelklasse
Snapdragon Elite Gaming bündelt Qualcomms Funktionspaket für Mobile-Gaming, das ursprünglich der Oberklasse vorbehalten war. Entscheidend für das Spielgefühl ist dabei nicht die Spitzenleistung, sondern die Stabilität der Frameraten: gleichmäßige Bildraten über längere Spielzeiten hinweg. Dass diese Marke nun auf einem Gerät mit Snapdragon 7s Gen 3 auftaucht, schiebt die Gaming-Merkmale in günstigere Segmente. Für Entwickler entsteht damit eine breitere Hardwarebasis mit konsistenter GPU-Architektur, also eine planbarere Zielplattform unterhalb der Flaggschiffe. Dass Qualcomm seine Gaming-Ambitionen längst nicht nur im Smartphone-Markt verfolgt, zeigte zuletzt eine Jobanzeige des Konzerns rund um eine mögliche ARM-Basis kommender Xbox-Hardware.
Markenaufspaltung Dragonwing trennt Industrie von Snapdragon
Im Umfeld des MWC ordnete Qualcomm zudem seine Marken neu. Mit dem am 25. Februar 2025 vorgestellten Dragonwing-Portfolio bündelt der Konzern künftig Produkte für Industrie, eingebettete Systeme, Netzwerk- und Infrastrukturanwendungen unter eigenem Namen. Snapdragon bleibt damit klar den Consumer-Produkten vorbehalten, also Chips für Smartphones, Notebooks und Wearables. Die Trennung schärft das Profil der Snapdragon-Marke als Gaming- und Endkundenplattform, während Geschäfts- und Industrielösungen separat geführt werden. Für das Mobile-Gaming heißt das eine engere Fokussierung der Snapdragon-Reihe auf Leistungs- und Spielmerkmale über das gesamte Preisspektrum. Wie stark Hersteller das Thema mobiles Gaming inzwischen besetzen, war auch auf späteren Messen zu beobachten, etwa beim KI-Gaming-Ökosystem, das Razer auf der CES 2026 zeigte.
