Lenovo hat die zweite Generation seines Windows-Handhelds Legion Go am 5. September 2025 auf der IFA 2025 in Berlin vorgestellt. Das Legion Go 2 setzt auf AMDs Ryzen Z2 Extreme, bis zu 32 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit 8000 MHz und ein 8,8-Zoll-OLED-Display. Damit positioniert sich Lenovo als direkter Gegenspieler zur ROG Xbox Ally und adressiert dieselbe Klasse leistungsstarker x86-Handhelds, für die Studios zunehmend optimieren.
Der Ryzen Z2 Extreme arbeitet mit acht Kernen und 16 Threads auf Basis der Zen-5- und Zen-5c-Architektur, kombiniert mit einer integrierten RDNA-3.5-Grafikeinheit. Das OLED-Panel löst mit 1920 x 1200 Pixeln auf und unterstützt eine variable Bildwiederholrate von 30 bis 144 Hz. Die Energieversorgung übernimmt ein 74-Wh-Akku, der gegenüber der ersten Generation deutlich zulegt. Beim Speicher reicht die Konfiguration bis zu 2 TB, erweiterbar über einen microSD-Slot. Die abnehmbaren Truestrike-Controller wurden überarbeitet und bieten programmierbare Tasten.
Technische Eckdaten und Marktposition
Mit dem hochauflösenden OLED-Panel und der hohen Spitzenhelligkeit von über 1100 cd/m² hebt sich das Legion Go 2 von vielen Mitbewerbern ab, die weiterhin auf IPS-Panels setzen. Die Kombination aus 32 GB schnellem Arbeitsspeicher und dem Ryzen Z2 Extreme zielt auf eine Geräteklasse, die nativ Windows ausführt und damit dieselbe Software-Umgebung wie die ROG Xbox Ally bedient. Für Entwickler bedeutet das eine weitgehend identische Plattformbasis, deren Unterschiede primär in Display, Akku und Bedienkonzept liegen. Die Preisgestaltung der ROG-Reihe, zu der vorab bereits Preisangaben durchgesickert waren, bildet dabei einen relevanten Bezugspunkt.
Relevanz für die Optimierung auf Windows-Handhelds
Die wachsende Zahl leistungsstarker x86-Handhelds verstärkt den Bedarf an Titeln, die für kleine, hochauflösende Displays und begrenzte Leistungsbudgets ausgelegt sind. Das von Microsoft für die ROG Xbox Ally eingeführte Full-Screen-Experience, das die Windows-Oberfläche für den Handheld-Betrieb reduziert, betrifft als Plattformansatz auch konkurrierende Geräte wie das Legion Go 2. Schon mit den ersten offiziellen Xbox-Handhelds hatte Microsoft diese Richtung vorgegeben. Skalierbare Auflösungen, eine saubere Controller-Unterstützung und ein effizientes Energiemanagement gewinnen damit an Bedeutung. Das Legion Go 2 soll laut Lenovo ab Oktober 2025 zu einem Einstiegspreis von 1049 US-Dollar erhältlich sein.
